10. November 2021 – Nicklas Just

Artenschutz

So helft ihr den Vögeln in eurem Garten

Der Winter naht! Besonders in der kalten Jahreszeit sind Vögel auf unsere Hilfe angewiesen, um ihre vielfältigen Arten erhalten zu können. Hier erfahrt ihr, wie euer Garten vogel-fit wird.

Blaumeisen bei der Fütterung
Blaumeisen bei der Fütterung, Foto: Rita Priemer - stock.adobe.com

Die Veränderungen von Klima und Landwirtschaft machen Vögeln zu schaffen. Sie werden immer weniger und leiser. Umso wichtiger ist es, den gefiederten Freunden zu helfen, wo es nur geht. Wir haben drei Möglichkeiten für euch, wie ihr euren Garten besonders vogelfreundlich gestalten könnt.

1. Die Vogelfütterung

Vögel zu füttern ist bei uns in Deutschland eine lange und auch schöne Tradition. Schließlich können die Tiere damit nicht nur unterstützt, sondern auch vortrefflich beobachtet werden.

  • Zur Fütterung bieten sich vor allem die kalten Monate an, weil sich Vogelfutter bei kühlen Temperaturen einfach länger hält. Je wärmer es ist, desto wahrscheinlicher können Salmonellen und andere Krankheitserreger übertragen werden. Solltet ihr an euren Futterstellen oder Vogeltränken tote oder kränkelnde Tiere finden, stellt die Fütterung am besten sofort ein.
  • Im Sinne der Hygiene empfehlen sich auch Futterspender, bei denen die Vögel nicht durch das Futter laufen können. Dann können sie dort nämlich auch keinen Kot hinterlassen. Der Futterspender sollte dann an einem übersichtlichen Ort platziert werden, der idealerweise Deckungsmöglichkeiten vor möglichen Fressfeinden bietet.
  • Was das Futter angeht, bietet der Markt vielfältige Mischungen, die jeweils auf die Futtersaison abgestimmt sind. Wer ein Futter sucht, das sich für alle Arten eignet, greift am besten zu Sonnenblumenkernen. Beim Kauf von Vogelfutter lohnt es sich außerdem, auf einen ökologischen Anbau zu achten. Im Anbaugebiet wird dabei nämlich der Lebensraum der dortigen Tiere geschont. Leider ist die moderne Landwirtschaft ein Grund für den Rückgang der Vogelpopulationen. Alternativ könnt ihr Meisenknödel auch selbst machen!

2. Der vogelfreundliche Garten

Damit die Vögel in euren Garten kommen, um ein paar Kerne zu picken, sollte die Umgebung natürlich auch tierfreundlich sein. Mit ein paar Tipps könnt ihr das relativ einfach sicherstellen.

  • Heimische Sträucher, die von Natur aus Dornen und Stacheln aufweisen, bieten Vögeln ideale Nistbedingungen.
  • Es lohnt sich auch, der Natur (zumindest in einer Ecke des Gartens) freien Lauf zu lassen. Wuchernde Brennnessel sorgen für Raupen und Falter, die wiederum Vögel anlocken.
  • Wer auf Pestizide verzichtet, sorgt für ein vogelfreundliches Ökosystem.
  • Gerade im Herbst liegt viel Laub herum, das unzählige Insekten beherbergt. Damit sind die Blätter eine ideale Futterquelle für Vögel, die gleichzeitig auch noch Nistmaterial bietet. Daher kann es sich lohnen, einen Teil des Laubs liegen zu lassen oder es in Laubhaufen (zum Beispiel auf Beeten) zu sammeln.

3. Der Nistkasten

Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, sind Nistkästen die perfekte Alternative, um heimischen Vogelarten einen Rückzugsort zu bieten. Die können entweder gekauft oder selbst gebaut werden.

Eine Bauanleitung mit zugehörigem Youtube-Tutorial gibt es zum Beispiel hier vom NABU:

Beim Anbringen der Nistkästen solltet ihr noch auf ein paar Dinge achten:

  • Der Kasten sollte zwei bis drei Meter über dem Boden hängen.
  • Um den Kasten vor Sonne und Wetter zu schützen, hängt ihr ihn am Besten mit dem Einflugloch nach Osten auf.
  • Wer den Kasten mit einem Drahtbügel aufhängt, vermeidet Schäden am Baum.
  • Am besten werden Nistkästen jetzt im Herbst angebracht. Dann können die Tiere die Kästen im Winter schon zur Überwinterung nutzen und vielleicht rettet ihr damit ja schon in dieser Saison mindestens ein Vogelleben.
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