Landesrechnungshof
Warum es den niedersächsischen Kommunen finanziell so schlecht geht
Steigende Ausgaben und wachsende Schulden machen Niedersachsens Städten und Gemeinden zu schaffen. Wo sind die Investitionsrückstände besonders groß?

Doppelte Herausforderung für Kommunen
müssen heute immer mehr Aufgaben bewältigen, stoßen jedoch finanziell
und personell zunehmend an ihre Grenzen», sagte die Präsidentin des Landesrechnungshofs, Sandra von Klaeden. «Eine schnelle Verbesserung der Situation zeichnet sich trotz Investitionszuschüssen von
Bund und Land nicht ab.»
Milliardenschwere Investitionsrückstände
mittelgroßen Gemeinden zeigt demnach Investitionsrückstände von mehr als
8 Milliarden Euro - rund 2,5 Milliarden Euro davon entfallen auf kommunale Straßen. Aber auch Grundschulen und der Brandschutz sind betroffen. Betrachtet man die Investitionsrückstände pro Einwohner, ergibt sich den Angaben zufolge im Durchschnitt eine Summe von 4.029 Euro. Allein auf die Straßen entfielen davon 1.227 Euro je Einwohner.
Immer mehr Liquiditätskredite
Vergleich zum Vorjahr, kritisierte der Landesrechnungshof. Diese dienten eigentlich dazu, die Zahlungsfähigkeit kurzfristig zu sichern. Ihr starkes Wachstum sei ein deutliches Warnsignal. Angesichts der extrem knappen Kassen sei eine gute Steuerung «ein Schlüsselfaktor», betonte von Klaeden.


