07. November 2026 – dpa

Stark ätzende Säure

Unfall mit Säure-Lkw: Straßen wieder frei

Nach dem Leck an einem Säure-Lkw in Krefeld sind die Straßen wieder frei. Zuvor hatten Gaswolken und die höchste Warnstufe den Großeinsatz geprägt – wie gefährlich war die Lage?

dnorajsywe-v3-ax-s2048.jpeg
23 Tonnen ätzender Salpetersäure mussten umgepumpt werden.

Nach dem Unfall mit ätzender Salpetersäure in Krefeld sind alle Straßen wieder frei. Das teilte die Polizei in Krefeld auf Anfrage mit. Der Großeinsatz hatte am Freitag zahlreiche Rettungskräfte in Atem gehalten. In der Nacht war ein mit 23 Tonnen ätzender Salpetersäure beladener Gefahrgut-Transporter in einer Autobahn-Auffahrt umgekippt und leckgeschlagen.

Die Behörden hatten die höchste Warnstufe vor «extremer Gefahr» ausgelöst. Salpetersäure gilt als besonders gefährlich für die Gesundheit. Einsatzkräfte konnten sich dem Lastwagen nur in Schutzanzügen und mit Atemmasken nähern.

Die Bahn stoppte den Zugverkehr, Schulen und Kitas blieben geschlossen, Menschen in der Nähe der Unglücksstelle durften ihre Wohnung nicht verlassen, andere kamen nicht an ihre Arbeitsplätze. Die Autobahn 57 blieb für Stunden voll gesperrt.

Salpetersäure kann Haut, Augen und Atemwege stark verätzen. Bei einem Gefahrgutunfall können relativ leicht gefährliche Gase entstehen. An der Unfallstelle stiegen Gase auf, die der Wind Richtung Stadtzentrum trieb. In Teilen des Stadtgebiets verbreitete sich ein unangenehmer Geruch. Die Konzentration war Messungen zufolge aber ungefährlich.

Rund 200 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die etwa 10 Tonnen Salpetersäure, die auf die Fahrbahn gelaufen waren, konnten die Einsatzkräfte mit einem Spezialfahrzeug aufsaugen. Die Ermittlungen zur Frage, warum der Gefahrguttransporter umgekippt war, dauern noch an.

Weitere Meldungen

undefined
Antenne Niedersachsen
Audiothek