30. Oktober 2026 – dpa
Die Bahnstrecke Hannover-Berlin wird saniert. Pendler verlieren viel Zeit, weil Anschlüsse nicht klappen, kritisiert der Fahrgastverband Pro Bahn.
Der Fahrgastverband Pro Bahn in Niedersachsen fordert dringend Nachbesserungen auf der Zugstrecke Hannover-Berlin. Seit vier Wochen läuft dort die Generalsanierung der Deutschen Bahn. Das Problem sei, dass Anschlusszüge und -busse oft nicht warteten, sagte der Pro-Bahn-Landesvorsitzende Malte Diehl dem Radiosender Antenne Niedersachsen.
Anschlüsse gehen laut Diehl selbst bei kleinen Verspätungen verloren. Es werde nicht gewartet, wodurch sich die Fahrzeit der Umsteiger verlängere. Das betreffe die Übergänge zwischen Bus und Zug sowie zwischen Bus und Bus. Hinzu käme das Problem, dass Busse deutlich langsamer unterwegs seien als Züge und Pendler dadurch ohnehin massiv Zeit verlören.
Die momentane Zuganbindung nach Wolfsburg bezeichnete Diehl als unzureichend. «Fernverkehrszüge fahren die Stadt gerade gar nicht an, diese werden von Hannover über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet», sagte der Verbandschef. Allerdings seien die ICE auf der Achse immer wieder teils stark verspätet. Das wiederum sorge für Frust bei allen, die von Braunschweig mit dem RE50 nach Wolfsburg weiterfahren wollten.
Im schlimmsten Fall würden Pendler eine Stunde warten. «Zwischen Braunschweig und Wolfsburg müsste der RE50 dringend wieder im Halbstundentakt fahren, um die Anbindung zu verbessern», betonte Diehl.
Um pünktlicher und zuverlässiger zu werden, modernisiert die Bahn derzeit nach und nach stark befahrene Schienenkorridore. Pendler müssen sich auf bis zu 80 Minuten längere Fahrzeiten im Fernverkehr zwischen Hannover und Berlin einstellen. Die Generalsanierung der Bahnstrecke wird noch bis Dezember 2027 dauern.