23. Juni 2026 – Lea Biskup
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für die kommenden Tage viel Sonne und sehr hohe Temperaturen voraus. Ein echter "Hotspot" wird dabei voraussichtlich die Region um Braunschweig. Hier kann das Thermometer sogar auf 40 Grad klettern. Damit ihr gut durch die Hitzewelle kommt, gibt's hier die wichtigsten Tipps.
Hitzeglocke auch über Niedersachsen
Aktuell sorgt ein stabiles Hochdruckgebiet über Europa dafür, dass warme Luft aus Nordafrika nach Mitteleuropa zieht und kühlere Luftmassen nicht zu uns durchdringen. Die aktuelle Hitze staut sich also und sie soll in einigen Regionen sogar noch zunehmen.
Hier in Niedersachsen stehen uns sehr heiße Tage mit Temperaturen deutlich über 30 Grad bevor. In Teilen Niedersachsens wie der Region Hannover, rund um Braunschweig und Lüchow sollen am Wochenende sogar 40 Grad erreicht werden. Besonders in Städten und geschützten Lagen kann es sich noch deutlich heißer anfühlen.
Worauf wir jetzt alle achten sollten
Die Belastung für Kreislauf, Körper und Alltag steigt aktuell spürbar an - vor allem für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Da die Temperaturen auch nachts kaum noch unter 20 Grad sinken, kommt der Körper kaum noch zur Ruhe.
Damit ihr möglichst gut durch die heißen Tage kommt, hilft vor allem eins: Achtsamkeit. Achtet sowohl auf euren Körper als auch auf eure Mitmenschen und Haustiere. Hier kommen für euch die wichtigsten Tipps, um gut durch die Hitzewelle zu kommen.
Viel trinken - und zwar nicht erst bei Durst
Das Wichtigste zuerst: Trinkt ausreichend Wasser. Und wartet damit nicht, bis ihr Durst bekommt. Denn wenn der Körper sich meldet, seid ihr schon ein bisschen spät dran.
Schatten ist gerade euer bester Freund
Wenn ihr draußen unterwegs seid, meidet direkte Sonne, wo immer es geht - ganz besonders mittags. Dann zeigt der Sommer gern, was er kann. Und wir müssen wirklich nicht bei jeder Hitzespitze in der ersten Reihe sitzen.
Leichte Küche und Abstinenz
Auch wenn aktuell die Fußball-Weltmeisterschaft lockt: Bei Hitze freut sich der Körper über alles, was ihn nicht zusätzlich belastet. Alkohol kann dem Körper Flüssigkeit entziehen und den Kreislauf fordern. Schwere Mahlzeiten sorgen außerdem dafür, dass der Organismus erst einmal mit Verdauen beschäftigt ist, statt entspannt durch den Tag zu kommen.
Was du morgen kannst besorgen...
Wenn es irgendwie geht: Vermeidet körperliche Anstrengung in der prallen Sonne. Auch wenn ihr euch z. B. fest vorgenommen habt, jetzt im Garten zu ackern: Verschiebt das besser auf nächste Woche oder wenigstens in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Dann ist es immerhin etwas kühler, und die Sonne knallt nicht ganz so stark vom Himmel.
Leichte, helle Kleidung ist voll im Trend
Luftig-lockere Kleidung und helle, freundliche Farben sehen nicht nur nach Sommer aus, sondern sind auch praktisch. Helle Stoffe heizen sich in der Sonne weniger auf, und leichte Kleidung lässt Luft an die Haut, sodass Wärme besser abtransportiert wird.
Vermutlich gehört das ohnehin bereits fest zu eurem Morgenritual: morgens gut durchlüften und Fenster sowie Räume tagsüber abdunkeln. Das macht die Wohnung zwar nicht wirklich kühl, aber jedes Grad weniger ist aktuell ein Geschenk.
Niemanden im Auto zurücklassen
Man sollte meinen, dass das jedem klar ist. Trotzdem kommt es immer wieder zu tragischen Vorfällen. Darum: Lasst keine Tiere und keine Menschen im Auto zurück, auch nicht "nur ganz kurz". Ein geparktes Auto kann sich in der Sonne in sehr kurzer Zeit bedrohlich aufheizen und schnell zur Hitzefalle werden.
Auf den Körper hören
Gerade an heißen Tagen ist es kein Luxus, zwischendurch einen Gang runterzuschalten, sondern einfach vernünftig. Kreislaufprobleme zeigen sich oft zuerst durch Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Konzentrationsprobleme. Spätestens dann gilt: raus aus der Sonne, ab in den Schatten, Wasser trinken und eine Pause machen.
Mehr Infos dazu findet ihr hier: Anzeichen von Sonnenstich und Hitzschlag - Symptome erkennen und helfen
Achtet auf Kinder und ältere Menschen
Wir hatten es eingangs schon gesagt. Aber weil es so wichtig ist, sagen wir es gern noch einmal: Achtet besonders auf Kinder und ältere Menschen. Sie trinken oft von allein nicht genug, reagieren auf große Hitze oft empfindlicher und brauchen deshalb unsere Aufmerksamkeit.
Wie euere Zuhause möglichst kühl bleibt
Nachts nicht schlafen können, weil es einfach zu heiß ist - für viele ist genau das gerade das größte Problem an der aktuellen Hitzewelle. Klar: Fenster zu, Rollos runter, viel trinken - all das ist wichtig und richtig bei hohen Temperaturen in den eigenen vier Wänden. Aber wusstet ihr, dass selbst der Teppich im Schlafzimmer ein echter Wärmespeicher sein kann? Oder dass aus eurer Wärmflasche mit ein paar Handgriffen auch eine ziemlich gute Kühlflasche wird?
Darum lest am besten gleich hier weiter, mit unseren 10 Tipps gegen Hitze, auf die ihr nicht sofort kommt
Hitzefrei an Schulen in Niedersachsen
Bei hohen Temperaturen stellt sich für viele Familien schnell die Frage: Gibt es Hitzefrei?
Grundsätzlich gilt in Niedersachsen: Hitzefrei ist möglich, aber keine automatische Regelung. Jede Schule entscheidet selbst vor Ort, ob der Unterricht verkürzt oder ganz ausfällt. Dabei spielen Raumtemperaturen, Gebäudesituation und die Belastung der Schülerinnen und Schüler eine Rolle.
In der anhaltenden Hitzewelle hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg Verständnis für Schulen, die ihren Schülerinnen und Schülern Hitzefrei geben. "Wenn die Arbeit in den Schulen nicht sinnvoll ist, dann ist es richtig, hier Hitzefrei zu geben", sagte die Grünen-Politikerin. "Die Lehrkräfte haben das im Blick und werden schon darauf achten, dass die Kinder all das lernen, was sie lernen müssen."
Alles zu diesem Thema bekommt ihr hier: Wann bekommen Niedersachsens Schüler Hitzefrei? Welche Rechte ihr als Arbeitnehmer bei Hitze habt, erfahrt ihr hier.