01. Juli 2026 – Sascha Funke
Ein Song von früher, plötzlich wieder Gegenwart: JORIS erlebt bei Konzerten gerade, dass „Sommerregen“ wieder voll einschlägt. In der Antenne Niedersachsen MoinShow mit Flüecki, Tiziana und Verkehrskai erklärt er, was TikTok damit zu tun hat, warum im Studio ausgerechnet Weingläser zum Instrument wurden
Wenn ein alter Song plötzlich wieder „neu und laut“ wird
Nicht Studio, nicht Klavier, nicht großer Auftritt: JORIS sitzt im Moin-Show-Interview in einer ganz normalen Küche. Zusammen mit Tiziana, Flüecki und Verkehrs-Kai spricht er darüber, wie sehr ihn überrascht, dass sein über 10 Jahre alter Song „Sommerregen“ gerade wieder so präsent ist - so sehr, dass er auf der Bühne erst mal dachte: „Was ist denn hier los?“
Als Tiziana nachhakt „War das wegen TikTok?“, ist seine Antwort eindeutig: Ja. Er sagt, er habe TikTok lange kaum verstanden - bis ihn Nachrichten erreicht hätten, dass der Song dort gerade „abgeht“.
Die virale Welle reiten
JORIS macht im Gespräch klar: TikTok ist für ihn nicht „magisch der Grund“, sondern der Verstärker fürs Revival. Sein Eindruck: „Sommerregen“ wurde dort plötzlich massenhaft als Sound genutzt - er spricht von Größenordnungen wie „tausend Videos am Tag“.
Wenn ein Track so häufig in Clips auftaucht, hören ihn viele in kurzer Zeit wieder, teilen ihn weiter und nehmen ihn mit in ihre Playlists. Und genau das spürt er am Ende eben nicht nur online, sondern live: Sobald „Sommerregen“ im Set anläuft, geht das Publikum sofort mit.
Weingläser statt Studio-Technik
Dass ausgerechnet „Sommerregen“ jetzt wieder auftaucht, passt zum Ton des Gesprächs: JORIS erzählt, dass der Song damals in einer WG in Mannheim sogar mit Weingläsern aufgenommen wurde - kein Hochglanz-Plan, sondern ein ausprobierter Moment. Heute ist das ein Detail, das den Song noch greifbarer macht: Man kann sich sofort vorstellen, wie er entstanden ist - und warum er sich nicht „gemacht“, sondern eher „gefunden“ anfühlt.
Sommermodus: neue Musik, volle Shows, harter Alltag
In der Moin-Show Runde spricht JORIS auch über neue Musik wie „Sternenstaub“: Er will nicht auf Autopilot schreiben, die neuen Songs dürfen auch anders klingen - elektronischer, markanter.
Und er bleibt unromantisch, wenn’s um Tourleben geht: Der Tourbus sei oft eher „Jugendherberge auf Rädern“ als Rockstar-Film. Vom Küchen-Call bis zum Stockbett unterwegs zieht sich damit ein roter Faden durchs Gespräch - Alltag statt Pose. Und vielleicht zündet „Sommerregen“ auch gerade deshalb wieder so direkt.
Das komplette JORIS-Interview zum Anhören
30.06.2026
JORIS im Moin-Show Interview
JORIS über das Hit-Revival von "Sommerregen", Tourbus-Romantik und „Sternenstaub“