25. Oktober 2026 – dpa

2. Fußball-Bundesliga

Vor Niedersachsen-Derby: Bis Anpfiff keine Vorkommnisse

Das Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 gilt als Hochrisikospiel. Nach Vorfällen im Vorfeld der 185. Auflage wird Schlimmes befürchtet. Bis zum Anpfiff war es noch ruhig.

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Mit einem großen Aufgebot versuchte die Polizei, Krawalle beim Derby zu verhindern. , Foto: Swen Pförtner/dpa

Vor dem brisanten Niedersachsen-Derby der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 ist es zunächst ruhig geblieben. «Bislang gab es aus polizeilicher Sicht keine besonderen Vorkommnisse», sagte ein Polizeisprecher.

Mit einem Extra-Zug waren 1.900 Anhänger aus Hannover nach Braunschweig gebracht und vom Bahnhof zum Stadion begleitet worden. Auch beim Marsch von 2.000 Eintracht-Fans zum Stadion kam es zu keinen Zwischenfällen, abgesehen vom Zünden von Pyrotechnik.

Die Polizei sichert das als Hochrisikospiel eingestufte Derby mit einem massiven Aufgebot. Dabei war ein Augenmerk, die beiden verfeindeten Fan-Lager zu trennen. In der vergangenen Saison waren die beiden Partien der Erzrivalen weitgehend friedlich geblieben.

Durch Vorfälle im Vorfeld der 185. Auflage des Traditionsduells waren Befürchtungen aufgekommen, dass es beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison wie schon in der Vergangenheit zu Ausschreitungen kommen könnte.

Zwei Wochen vor der Partie waren vermummte Personen - mutmaßlich 96-Anhänger - in eine Halle in Braunschweig eingedrungen und hatten Utensilien für eine Choreo der Eintracht-Fanszene entwendet. Die Ermittler leiteten Strafverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und des Raubes ein.

Zudem tauchten in der Nacht zum vergangenen Dienstag etwa 40 Plakate mit Hassbotschaften gegen Eintracht Braunschweig auf. Auch in Celle, Peine und Gifhorn sollen Plakate aufgehängt worden sein.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hatte an die Vereine und beiden Fan-Lager appelliert und vor Konsequenzen bei Randale gewarnt. «Sollte dies nicht der Fall sein, sehen wir uns gezwungen, zukünftig weitergehende Maßnahmen wie personalisierte Tickets, reduzierte Gästefan-Kontingente oder sogar Geisterspiele anordnen zu müssen», hatte sie gesagt.

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