20. Oktober 2026 –
Weil immer mehr Dorfkneipen schließen, haben fünf Freunde aus Scharnebeck eine mobile Kneipe gegründet. Bei der Generalprobe kamen statt 70 gleich rund 400 Gäste. Jetzt planen sie die nächsten Stopps, auch für die dunkle Jahreszeit.
Miteinander reden, am besten bei einem Getränk: Das soll die "Rudelbar" wieder möglich machen. Mit ihrer mobilen Kneipe wollen fünf Freunde von Dorf zu Dorf fahren und dort Menschen zusammenbringen, wo es keine Gaststätte mehr gibt. Die Idee zur Rudelbar entstand vor ein paar Monaten, wie Mitgründer Jan im Interview mit Antenne Niedersachsen erzählt. Er und seine Freunde verbringen schon seit Jahren gemeinsam ihre Abende. Dabei fiel den fünf Männern auf, dass die Leute immer weniger miteinander sprechen. Einer der Gründe: das Kneipensterben.
Jan wohnt in Scharnebeck bei Lüneburg. Dort machten in den vergangenen Jahren immer mehr Kneipen dicht. Es gibt nur noch eine Gaststätte im Ort, und die Nachbardörfer haben gar keine mehr. Genau dorthin will die Rudelbar fahren. Das Angebot richtet sich an alle: Junge und Alte, Alteingesessene und Zugezogene sowie Familien mit Kindern. Die Rudelbar soll ein Treffpunkt sein, der die Dorfkneipe gewissermaßen aus dem Winterschlaf holt.
Generalprobe mit 400 Gästen
Ausgeschenkt wird aus einem Ausschankwagen und die Getränkekarte reicht vom stillen Wasser bis zum Longdrink. Die Generalprobe fand in Scharnebeck statt. Die Freunde hatten mit 50 bis 70 Gästen gerechnet. Gekommen sind rund 400. Das war "völlig überwältigend", sagt Jan. Weil auch das angebotene Essen knapp wurde, musste ein Lieferant mehrfach Nachschub bringen. Geplant waren 50 Würstchen, am Ende gingen 400 über den Tresen. Im Gästebuch stehen laut Jan nur positive Rückmeldungen und aus den umliegenden Dörfern kämen bereits Anfragen, wann die Rudelbar vorbeischaue.
Um miteinander leichter ins Gespräch zu kommen, bietet die Rudelbar eine Schnackbank an. (Foto: Rudelbar)