21. August 2026 – dpa

Auszeichnungen

Landesmedaille für Präsident der jüdischen Gemeinden

Michael Fürst prägt seit Jahrzehnten die Arbeit der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen. Jetzt bekommt er dafür eine besondere Ehrung.

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Für sein jahrzehntelanges Engagement erhält Michael Fürst die Landesmedaille.

Der Präsident des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst, ist mit der niedersächsischen Landesmedaille geehrt worden. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) verlieh ihm am Mittag die höchste Auszeichnung des Landes im Gästehaus der Landesregierung in Hannover.

Fürst sei ein Brückenbauer über die Religionen hinweg, so Lies. Er setze sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze ein. Außerdem sei er ein hochgeschätzter Ansprechpartner für Politik, Religionsgemeinschaften und andere Organisationen.

Mit der Ehrung würdigte Niedersachsen Fürst für sein jahrzehntelanges Engagement für eine «glaubwürdige und sensible Erinnerungskultur zur Judenverfolgung und -ermordung während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft».

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Detlev Schulz-Hendel begrüßte die Auszeichnung. «Seine Stimme hat Gewicht, gerade, wenn es um unsere Erinnerungskultur und um ein respektvolles Miteinander geht. Michael Fürst ist ohne jeden Zweifel eine prägende Persönlichkeit unserer demokratischen Gesellschaft», so Schulz-Hendel.

Michael Fürst wurde 1947 in der Landeshauptstadt geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Göttingen, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seit 1976 ist er als Anwalt in seiner eigenen Anwaltspraxis tätig. Er ist Fachanwalt für Medizinrecht. Seit 1980 ist Fürst der Präsident des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden von Niedersachsen.

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