Die wichtigsten Themen aus Niedersachsen am Dienstag: Niclas Füllkrug kehrt per Leihe zu Werder Bremen zurück, in mehreren Seehäfen wird gestreikt, auf der B 216 bei Metzingen und Göhrde sind bei einem schweren Unfall drei Menschen verletzt worden und vor der Kommunalwahl werden in mehreren Städten noch Wahlhelfer gesucht. Dazu kommen neue Entwicklungen aus Hannover, Osnabrück, Braunschweig und Lüneburg.
Die wichtigsten Niedersachsen-News des Tages - 18. August 2026
Oldenburg/Küste/HB (Bremen und Umzu, Oldenburg, Küste, Ostfriesland)
Füllkrug kehrt per Leihe zu Werder Bremen zurück
Niclas Füllkrug ist zurück in Bremen. Der 33-Jährige wechselt auf Leihbasis aus England zu Werder und soll dort wieder für mehr Torgefahr sorgen.
In seiner letzten Bremer Zeit verließ Füllkrug den Verein als Torschützenkönig und Nationalspieler. In den vergangenen beiden Saisons konnte er sich weder bei West Ham noch in Mailand durchsetzen. Für den Wechsel soll er auf viel Geld verzichten.
Verwaltungsgericht Oldenburg lehnt Eilantrag von Martin Sichert ab
Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat den Eilantrag des AfD-Politikers Martin Sichert abgelehnt. Er wollte trotz seines Ausschlusses noch zur Landratswahl im Kreis Friesland zugelassen werden.
Das Gericht erklärte, Entscheidungen, die unmittelbar das Wahlverfahren betreffen, würden grundsätzlich erst nach der Wahl überprüft. Der Kreiswahlausschuss hatte Martin Sichert nicht zur Wahl zugelassen, weil Zweifel an seiner Verfassungstreue bestanden.
Streik in Seehäfen in Emden, Wilhelmshaven und Brake
An vielen Seehäfen wird heute gestreikt, darunter in Emden, Wilhelmshaven und Brake.
Für die nächsten Verhandlungen zwischen Verdi und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe gibt es bereits einen Termin: Anfang der kommenden Woche soll weiter verhandelt werden. Verdi fordert 8,2 Prozent mehr Lohn.
Heide (Lüneburger Heide, Unterelbe, Wendland, Altes Land)
Schwerer Unfall auf der B 216 zwischen Metzingen und Göhrde
Bei einem schweren Unfall auf der B 216 im Kreis Lüchow-Dannenberg sind drei Menschen verletzt worden, zum Teil schwer.
Zwischen Metzingen und Göhrde stießen ein Kleintransporter und ein Auto zusammen. Der Fahrer des Transporters wurde eingeklemmt und mit schwerem Gerät befreit. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Ein weiterer Transporter mit Kindern und Jugendlichen wurde gestreift, verletzt wurde dort niemand. Die B 216 war mehrere Stunden voll gesperrt. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.
Bürger:innenrat soll Zukunft des Kurparks Lüneburg planen
In Lüneburg soll ein Bürger:innenrat Ideen für die Zukunft des Kurparks entwickeln.
30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Konzertmuschel und die ehemalige Minigolfanlage umgestaltet werden können, ohne den historischen Charme zu verlieren. Bis November sind fünf weitere Treffen geplant.
Verwaltungsgericht Lüneburg lehnt Eilantrag von Stephan Bothe ab
Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat den Eilantrag des AfD-Politikers Stephan Bothe abgelehnt. Er wollte trotz seines Ausschlusses noch zur Landratswahl im Kreis Lüneburg zugelassen werden.
Nach Ansicht des Gerichts muss er die Nichtzulassung erst nach der Wahl am 13. September anfechten. Der Kreiswahlausschuss hatte ihn zuvor mit 6 zu 1 Stimmen ausgeschlossen, wegen angeblich verfassungsfeindlicher Äußerungen zu Migration und Asyl. Bothe bestreitet das und will vor das Oberverwaltungsgericht ziehen.
Kreis Harburg: Rund 450 freie Ausbildungsplätze gemeldet
Wer im Kreis Harburg noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat laut IG Bau Hamburg weiterhin Chancen. Demnach gibt es noch rund 450 freie Stellen.
Darunter sind 51 im Baugewerbe, 9 im Garten- und Landschaftsbau, 6 als Maler oder Lackierer sowie 5 bei Dachdeckerbetrieben. Nach Angaben der Arbeitsagentur haben 72 Prozent der Menschen unter 25 im Kreis Harburg keine Berufsausbildung. Die IG BAU rät, sich jetzt noch umzuschauen, weil Betriebe auch im Oktober noch Azubis einstellen, und auf gute und faire Bezahlung zu achten.
Hannover (Hannover und Region, Schaumburger Land, Weserbergland)
Zoo Hannover baut kleiner um: keine Orang-Utans, keine Glaskuppel
Der Umbau im Zoo Hannover fällt kleiner aus als ursprünglich geplant. Aus finanziellen Gründen verzichtet der Zoo auf zwei Projekte: Es werden keine Orang-Utans aufgenommen, außerdem wird keine große Glaskuppel über der Elefanten-Laufhalle gebaut.
Die Baukosten für den gesamten Umbau wurden zunächst auf 17 Millionen Euro geschätzt, inzwischen liegt die Erwartung bei 29 Millionen Euro. Die Elefanten-Laufhalle soll 2028 fertig sein. Statt Orang-Utans sollen Gibbons einziehen.
Überfälle in Isernhagen und Altwarmbüchen: Polizei prüft Zusammenhang
Zwei Seniorinnen sind gestern in der Region Hannover überfallen worden. Eine Frau wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Die Taten passierten am Vormittag in Isernhagen und Altwarmbüchen. Beide Seniorinnen wurden in ihren Wohnhäusern körperlich angegriffen. Eine 86-Jährige wurde leicht verletzt. Eine 84-Jährige in Altwarmbüchen wurde lebensgefährlich verletzt; ihr Mann fand sie, sie kam ins Krankenhaus. Die Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang und sucht Zeugen.
Kommunalwahl: In Hannover werden noch rund 4.000 Wahlhelfer gesucht
Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl werden in Hannover noch rund 4.000 Wahlhelfer gesucht.
Eine Stadtsprecherin sagte, man sei zuversichtlich, diese Zahl bis zum Wahltag zu erreichen. Damit läuft in Hannover weiter die Besetzung der Wahlteams für den Wahltag.
Osnabrück/Lingen (Osnabrück, die Grafschaft und das Emsland)
Osnabrück sucht noch Wahlhelfer für die Kommunalwahl
Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl werden in Osnabrück noch Wahlhelfer gesucht. Rund 1.300 werden gebraucht, etwa 1.100 haben sich bislang gemeldet.
Vor allem für Aufgaben wie Wahlvorstand oder Schriftführung fehlen noch Menschen. Wer sich nicht freiwillig meldet, kann im Notfall auch zum Wahlhelfer verpflichtet werden, das passiert nach Angaben der Stadt aber äußerst selten. Laut Stadtsprecher ist es normal, bis kurz vor der Wahl weiter nach Freiwilligen zu suchen. Auch Oberbürgermeisterin Pötter sagt, eine echte Wahlkampfstimmung sei in der Stadt noch nicht angekommen.
Studie: Heimspiele des VfL Osnabrück beleben die Innenstadt
Heimspiele des VfL Osnabrück lassen die Zahl der Menschen in der Osnabrücker Innenstadt im Schnitt um fast 18 Prozent steigen. Das zeigt eine neue Studie der Otto Beisheim School of Management und des Passantenzählers highstreet.
Entscheidend ist demnach nicht nur die Zahl der Fans, sondern auch, wie sie auf dem Weg zum Stadion durch die Stadt kommen. Für Handel und Gastronomie lohnt sich laut Studie vor allem ein Nachmittagsspiel.
Osnabrück-Fledder: Radfahrerin lebensgefährlich verletzt, Autofahrer flüchtet
In Osnabrück-Fledder ist eine Radfahrerin heute Morgen in der Nähe des VW-Werks von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden.
Der Fahrer flüchtete anschließend. Die Polizei sucht nach einem schwarzen Wagen mit Fahrradträger.
Braunschweig/Wolfsburg (Braunschweig, Göttingen, Harz, Wolfsburg)
Kommunalwahl: Göttingen sucht noch Wahlhelfer, Braunschweig ist besetzt
Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl fehlen in einigen niedersächsischen Städten noch Wahlhelfer.
In Braunschweig gibt es nach Angaben der Stadt genug Freiwillige; dort sollen rund 2.300 Menschen am Wahltag im Einsatz sein. In Göttingen werden dagegen noch mindestens 60 weitere Helfer gesucht, im besten Fall 440. Falls es nicht reicht, könnten Bürger notfalls verpflichtet werden, das kommt laut den Kommunen aber so gut wie nie vor.
Kutschunfall am Teufelsteich bei Harzgerode
Am Teufelsteich bei Harzgerode ist ein Kutschunfall passiert. Ein 66-Jähriger war mit einer Kutsche und zwei Pferden unterwegs.
Die Tiere sollen aus bislang unbekanntem Grund durchgedreht sein und mit der Kutsche in den Teich gelaufen sein. Beide Pferde überlebten den Unfall nicht. Der Kutscher rettete sich ans Ufer und blieb unverletzt. Die Unfallursache wird untersucht.
Brunnenwasser in Braunschweig: VSR-Gewässerschutz findet teils zu viel Nitrat
Der VSR-Gewässerschutz hat in Braunschweig Brunnenwasser von 26 Bürgern getestet. Jede siebte Probe lag über dem erlaubten Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter.
Spitzenwerte wurden im Stadtteil Schwarzer Berg mit 60 Milligramm pro Liter gemessen. Der VSR-Gewässerschutz macht dafür jahrzehntelanges Hin und Her bei der Düngegesetzgebung verantwortlich und kritisiert, dass die „roten Gebiete“ mit strengeren Düngerauflagen ausgesetzt wurden, weil Gerichte die Kriterien für zu ungenau gehalten haben. Sehr hohe Nitratbelastungen können gesundheitlich problematisch sein, besonders für Säuglinge.
Kurzfakten-Block
- Werder Bremen: Niclas Füllkrug kehrt per Leihe zurück.
- Seehäfen: Streiks in Emden, Wilhelmshaven und Brake.
- B 216: Schwerer Unfall zwischen Metzingen und Göhrde mit drei Verletzten.
- Lüneburg: Bürger:innenrat soll Zukunft des Kurparks mitplanen.
- Hannover: Zoo streicht Orang-Utans und Glaskuppel aus Umbauplänen.
- Region Hannover: Nach zwei Überfällen auf Seniorinnen prüft die Polizei einen Zusammenhang.
- Kommunalwahl: In Hannover, Osnabrück und Göttingen werden noch Wahlhelfer gesucht.
- Osnabrück: Heimspiele des VfL erhöhen laut Studie die Besucherzahl in der Innenstadt.
- Braunschweig: In mehreren Brunnenproben wurde zu viel Nitrat festgestellt.