02. November 2026 – dpa
Die Ermittler haben bereits die Wohnung des Verdächtigen und eines Häftlings durchsucht. Der Fall hat Ähnlichkeiten zu Ermittlungsverfahren in anderen Bundesländern.
Gegen Geld soll ein Beamter Handys ins Gefängnis im niedersächsischen Celle geschmuggelt haben. Gegen den 41 Jahre alten Bediensteten der Justizvollzugsanstalt laufe ein Ermittlungsverfahren, bestätigte die Staatsanwaltschaft Verden. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtet.
Die Zentralstelle für Korruptionsbekämpfung bei der Staatsanwaltschaft leite das Verfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Den Angaben nach wurde bereits die Wohnung des Mannes durchsucht. Auch die Zelle eines 36 Jahre alten Häftlings sei durchsucht worden. Weitere Angaben machten die Ermittler zunächst nicht.
Laut der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» kursierten in den vergangenen Wochen auch Videoaufnahmen aus dem Gefängnis auf der Plattform Tiktok. Celle liegt nordöstlich von Hannover.
Erst kürzlich war ein ähnlicher Fall bekannt geworden. In Meppen ermittelt die Osnabrücker Staatsanwaltschaft gegen eine JVA-Mitarbeiterin wegen des Schmuggels von Handys und Drogen gegen Geld. Auch der 32-Jährigen wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Auch im Bremer Gefängnis sowie in Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen gibt es vergleichbare Fälle.