28. August 2026 – dpa

Windkraftbetrüger

Flughafen: Holt ist nicht über Rostock geflohen

Behörden rätseln: Wohin und wie ist der Windkraftbetrüger Hendrik Holt geflohen? Am Flughafen Rostock soll er nicht gewesen sein.

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Gegen Windkraftbetrüger Hendrik Holt liegt eine Anzeige vor: Er soll in den Kauf des Flughafens Rostock verstrickt sein. (Archivbild)

Der geflohene Windkraftbetrüger Hendrik Holt hat Deutschland nach Flughafen-Angaben nicht über Rostock verlassen. «Jeder Flug, der von hier abgeht, muss den Behörden angemeldet werden unter Angabe der Passagiere – das gilt auch für Privat- und Charterflüge», sagte Karsten Lauth, Projektleiter von Airportbetreiber Crisp Partners der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Lauth ist auch der Ehemann der aktuellen Flughafen-Geschäftsführerin Ira Lauth; Crisp Partners hat 2025 den zivilen Teil des Flughafens übernommen.

«Wenn Hendrik Holt von hier hätte ins Ausland fliegen wollen, hätten Zoll, Verkehrsleitstelle und Bundespolizei das mitbekommen», betonte Lauth. Holt ist auf der Flucht, seit er am Dienstag von einem genehmigten Ausgang der Justizvollzugsanstalt Berlin nicht zurückkehrte, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück mitteilte. In Berlin war Holt im offenen Vollzug.

Nach dem 36-Jährigen aus dem emsländischen Haselünne wird nun gefahndet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. 2022 hatte das Landgericht Osnabrück ihn zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung.

Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt («Holt – Der Windkraft-Schwindler»), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

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