03. August 2026 – dpa
Zwei Wochen sollten die Einsatzkräfte helfen, letztlich waren sie nur ein Wochenende vor Ort. Die Innenministerin ist dennoch zufrieden.
Der Einsatz der Waldbrand-Spezialkräfte der niedersächsischen Feuerwehr in Spanien war deutlich kürzer als geplant. Erst am Samstag waren die Einheiten aus Niedersachsen im Nordwesten des Landes eingetroffen, jetzt sind sie bereits wieder auf dem Heimweg, wie das niedersächsische Innenministerium mitteilte. Neun Feuerwehrleute aus Niedersachsen waren für den Einsatz nach Südeuropa ausgerückt, zusammen mit Kollegen und Kolleginnen aus Nordrhein-Westfalen.
Spanien hatte zuvor um Hilfe gebeten. Der Einsatz war auf zwei Wochen ausgelegt. Vor Ort löschten die Einsatzkräfte unter anderem verschiedene Brände, legten hunderte Meter lange Löschwasserleitungen und unterstützten andere europäische Waldbrand-Spezialeinheiten. Sie werden nun am Donnerstag in Celle zurückerwartet.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) lobte die Feuerwehrleute für ihren Einsatz. Sie sagte zudem: «Dieser Einsatz ist ein weiterer Beleg für die enge Vernetzung und Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auf europäischer Ebene».
NRW-Innenministerin Herbert Reul (CDU) sagt: «Das kann man als Erfolg verbuchen, aber natürlich muss man sich die Frage stellen, ob der Aufwand dieser kurzen Zeit gerecht wird.» Die Einsatzkräfte aus NRW hätten durchaus noch einige Tage länger helfen können «und vor allem wollen». Nach Angaben der Feuerwehr Bonn wurden die deutschen Einheiten zurückgeschickt, weil sie die Lage entspannt habe.
Spanien erlebt in diesem Sommer eine der schwersten Waldbrandserien seiner Geschichte. Allein in der Provinz Ávila wurden rund 50.000 Hektar Wald- und Buschland verwüstet - der größte Waldbrand der jüngeren Geschichte des Landes seit Beginn der amtlichen Erfassungen 1968. Am 2. August waren in ganz Spanien noch 43 meist kleinere Waldbrände aktiv.
Niedersachsen verfügt über vier dieser GFFF-V genannten Einheiten nach europäischem Muster. Sie sind auf Wald- und Flächenbrände spezialisiert und in den Landkreisen Celle/Heidekreis, Göttingen/Goslar, Uelzen/Gifhorn und Lüneburg/Lüchow-Dannenberg stationiert.