04. September 2026 – dpa

Kritische Infrastruktur

Drohnen über Gas-Anlage: Ermittlungen wegen Sabotageverdacht

Drohnen am Nachthimmel, ein Angriff auf einen Wachmann und ein filmender Jugendlicher: An einer Erdgasanlage im Landkreis Oldenburg gab es verdächtige Vorfälle. Sollte die Anlage ausgespäht werden?

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Nach einer Drohnensichtung an einer Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten wird wegen eines Sabotageverdachts ermittelt. (Symbolbild)

Nach der Sichtung von Drohnen über einer Erdgasaufbereitungsanlage in der Gemeinde Großenkneten und einem Angriff auf einen Wachmann ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Celle. Die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung habe Ermittlungen in insgesamt zwei Fällen übernommen, da ein Anfangsverdacht einer «Agententätigkeit zu Sabotagezwecken» vorliege, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, darunter die Mediengruppe Kreiszeitung.

Demnach waren über dem Gelände der Industrieanlage im Landkreis Oldenburg bereits in einer Nacht Anfang August Drohnen gesichtet worden. Ein Wachmann entdeckte dann zwei maskierte Personen an einem Zaun. Ob sie die Drohnen steuerten, ist unklar. Laut den Ermittlern wurde der Wachmann von einem der Maskierten angegriffen und leicht verletzt. Die Verdächtigen entkamen danach unerkannt. Es lägen zu ihnen bislang keine Hinweise vor, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Der andere Fall, in dem Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln, ereignete sich bereits Anfang Juli. Damals hatte der Wachdienst der Erdgasaufbereitungsanlage einen Jugendlichen auf einem Dach der Anlage festgestellt, der mit einem Smartphone Aufnahmen machte. Die Polizei wurde alarmiert und die Wohnung des Jugendlichen durchsucht.

«Ob die Erdgasaufbereitungsanlage für etwaige Sabotagehandlungen ausgespäht werden sollte, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen», teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit. Die Auswertung von elektronischen Datenträgern, die bei der Durchsuchung der Wohnung des Jugendlichen sichergestellt wurden, sei noch nicht abgeschlossen.

Bislang hat die Generalstaatsanwaltschaft keine Hinweise darauf, dass zwischen den beiden Fällen ein Zusammenhang bestehen könnte.

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