30. Oktober 2026 – dpa
Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt steht beim kriselnden Zweitligisten Hannover Medienberichten zufolge vor dem Aus. So reagiert Trainer Wagner.
Die laut Medienberichten bevorstehende Trennung von Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt beschäftigt den kriselnden niedersächsischen Fußball-Zweitligisten Hannover 96 stark vor dem nächsten Spiel. «Jonas kenne ich schon viele Jahre», sagte Trainer Sandro Wagner, der von Boldt geholt wurde, vor der Partie Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Dynamo Dresden. Dass es «unruhig ist für ihn wie für uns alle hier», sei «blöd», fügte er hinzu.
Er habe Boldt nicht als geknickt wahrgenommen. «Ich sehe ihn eigentlich sehr stabil, also sehr stabil, sehr positiv», meinte er. «Ich kann nur sagen, dass der Austausch mit Jonas sehr gut ist.»
Auch die Spieler hätten einen guten Austausch. «Und ich glaube, dass die Jungs hauptsächlich eher einfach sauer sind auf sich selber und auf die Situation, dass wir dem Verein einfach bisher in den letzten Wochen und Monaten nicht helfen konnten, diesen coolen Verein einfach in ein cooles Licht zu rücken.»
Boldt steht Medienberichten zufolge vor dem Aus nach nur fünf Monaten im Amt. Wie «Neue Presse» und «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichten, wird noch an den Details der Trennung gearbeitet. Es scheint, dass das Spiel gegen Dresden keinen Einfluss darauf mehr haben dürfte. Dem 44-Jährigen werden eine wenig überzeugende Transferpolitik und die sportlich bedrohliche Situation angelastet. Das Verhältnis zwischen Boldt und Aufsichtsratschef Martin Kind soll zerrüttet sein.
Unter der Woche warf Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern die 96er aus dem DFB-Pokal. Die Niedersachsen stehen vor dem zehnten Spieltag auf dem 16. Tabellenrang. Unter Wagner holten die Hannoveraner in vier Pflichtspielen nur ein Remis, kassierten drei Pleiten. «Aktuell flutscht es nicht locker», sagte Wagner. «Wir brauchen Vertrauen, wir brauchen Ruhe untereinander.»