01. Oktober 2026 – dpa

Marode Brücke

Wieder normaler Zugverkehr zwischen Köln und Wuppertal

Acht Monate lang hat die Bahn auf der Strecke zwischen Köln und Wuppertal gebaut. Jetzt fahren wieder alle Züge - allerdings nicht überall mit vollem Tempo.

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Wegen dieser maroden Bahnbrücke über die Wupper war der Zugverkehr zwischen Köln und Wuppertal lange eingeschränkt. (Archivbild), Foto: Federico Gambarini/dpa

Nach knapp acht Monaten Streckensanierung können Fern- und Regionalzüge zwischen Köln und Wuppertal wieder ohne große Einschränkungen fahren. Die Reparatur einer Brücke über die Wupper bei Leverkusen-Opladen sei planmäßig abgeschlossen worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Seit Donnerstagmorgen könnten die Züge dort wieder alle Gleise nutzen. Allerdings läuft der Verkehr in dem Bereich bis auf weiteres mit reduziertem Tempo.

Die Bahn hatte die Schienen zwischen Köln, Wuppertal und Hagen von Februar bis Juli für knapp 800 Millionen Euro umfassend saniert und die Strecke dafür komplett gesperrt. Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel ein Riss in der Brücke über die Wupper bei Leverkusen-Opladen auf. Die Brücke musste gesperrt werden, so dass auf der frisch sanierten Strecke weiterhin Regionalzüge ausfielen und Fernzüge mit Verspätung unterwegs waren. Besonders betroffen war die Linie RB48.

Die Brücke sei nun so instand gesetzt, dass ein sicherer Bahnverkehr auf zwei Gleisen wieder möglich sei, teilte die Bahn mit. Kleinere Verzögerungen werde es aber weiterhin geben. Denn die Züge müssten auch in Zukunft mit reduzierter Geschwindigkeit über die Wupper fahren. Die Fahrzeit verlängere sich dadurch um ein bis zwei Minuten. Die Fahrpläne seien entsprechend angepasst, teilte die Bahn mit. Umfassend saniert werden soll die fast 80 Jahre alte Brücke erst in den 2030er Jahren.

Die Brücke war nach Angaben der Bahn bei der Generalsanierung nicht erneuert worden. Denn bei den bisherigen Inspektionen hätten sich keine Schäden gezeigt. Dass es unmittelbar nach der Generalsanierung wieder zu monatelangen Verspätungen und Zugausfällen kam, hatte der Bahn massive Kritik aus Politik und Wirtschaft eingebracht.

In Nordrhein-Westfalen ist noch eine ganze Reihe umfassender Sanierungen geplant. Im Moment ist die Strecke von Troisdorf nach Wiesbaden gesperrt. Ab Freitag betrifft Reisende aus NRW die Generalsanierung zwischen Hannover und Berlin: Die Fahrt mit dem Zug in die Bundeshauptstadt wird in den kommenden 14 Monaten rund 80 Minuten länger dauern.

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