31. Oktober 2026 – dpa
Auch in NRW gehen junge Leute auf die Straße, um für mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu werben. Überwiegend bleibt es friedlich, in Köln erlaubt die Polizei aber nur eine Standkundgebung.
In Nordrhein-Westfalen haben am Samstag nach Polizeiangaben mehrere Tausend Menschen an Jugendprotesten teilgenommen. Bei den von der Gruppe «Gen Z regelt» angestoßenen Demonstrationen ging es unter anderem um Bildung, ein bezahlbares Leben, Klimaschutz und die Ablehnung einer Einführung der Wehrpflicht.
«Die Hauptbotschaft ist: Hört den jungen Menschen zu, aber setzt ihre Themen und ihre Anliegen auch um», sagte Marie Hacker von der Landesschülerinnenvertretung NRW in einem Interview des Westdeutschen Rundfunks am Rande der Demo in Köln. Nach dem Protest brauche es politisches Handeln, forderte die 17-Jährige.
In Köln wurde ein Demonstrationszug von der Polizei abgesagt, nachdem einige Teilnehmende sich nicht an das Vermummungsverbot gehalten hatten. Auch kam es zum Einsatz von Pyrotechnik. «Die Demo wird als Standkundgebung weitergehen», sagte eine Polizeisprecherin. Eine genaue Teilnehmerzahl nannte die Polizei nicht. In Köln seien es mehrere Tausend, aber weniger als die angemeldeten 15.000 Menschen gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.
In Essen und Aachen sprach die Polizei von Zahlen im «niedrigen vierstelligen Bereich». In Essen verlief der Aufzug demnach bis zum Nachmittag «ohne besondere Vorkommnisse», in Aachen war die Lage «grundsätzlich friedlich». Zwischendurch sei allerdings «ein bisschen Pyrotechnik gezündet» worden, sagte ein Sprecher.
In Bielefeld gab es einen Aufzug. Auch dort blieb die Teilnehmerzahl laut Polizei unter der angemeldeten Anzahl von 3.000. Bislang laufe alles friedlich und ordnungsgemäß, sagte eine Polizeisprecherin.
In Bonn versammelten sich auf der Hofgartenwiese in der Innenstadt etwa 500 Menschen. Die Versammlung war laut Polizei nicht angemeldet. Bisher sei alles friedlich verlaufen.
In Dortmund kamen rund 900 Personen auf dem Friedensplatz zusammen. Auch dort gab es vorher keine Anmeldung. Bis zum Nachmittag war laut Polizei alles friedlich.
In Wuppertal gab es einen kleinen Aufzug durch die Stadt mit etwa 500 Teilnehmenden. Auch dort registrierte die Polizei keine besonderen Vorkommnisse.
In Münster wurde Pyrotechnik gezündet, verletzt wurde niemand. Sonst sei alles friedlich, hieß es von der Polizei, die an einem Versammlungsort am Hafen rund 1.700 Teilnehmende zählte.
In Düsseldorf startete der Aufzug erst um 16.00 Uhr. Daran nahmen laut Polizei 1.000 Menschen teil.
In NRW waren in insgesamt elf Städten Demonstrationen geplant, die meisten hatten sich den Forderungen der Initiative «Gen Z regelt» angeschlossen. Bezogen auf die Anmeldezahlen sollte diejenige in Köln die größte sein.