04. September 2026 – dpa
Ein Brand bei einem Schrotthändler in Essen sorgt für massive Rauchentwicklung. Vorübergehend wird die Bevölkerung gewarnt. Das Feuer ist nach Stunden gelöscht, aber es bleiben Folgen.
Auf dem Gelände eines Metall- und Schrott-Großhandels in Essen ist erneut ein Schrotthaufen in Brand geraten. Wie die Polizei mitteilte, entwickelte sich in der Nacht starker Rauch, am Mittag war der Brand weitgehend unter Kontrolle, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Laut Polizei war auf dem Hof bereits im Februar ein Feuer ausgebrochen. Damals hatte sich einem Sprecher zufolge eine beschädigte Batterie selbst entzündet.
Auf dem Gelände brannte ein etwa zehn mal zehn Meter großer und 15 Meter hoher Schrottberg. Man habe den brennenden Schrott nach und nach abgebaggert, gelöscht und alles mit Brandschaum überdeckt, schilderte der Feuerwehrsprecher. Wegen der massiven Rauchentwicklung war gegen 4.00 Uhr eine Warnung herausgegeben worden. Am Vormittag habe man die Warnung aufheben können.
Kindergärten in der Umgebung blieben zunächst geschlossen - bis geklärt ist, ob der Niederschlag aus dem Brand gesundheitlich bedenklich ist. Das Umweltamt wird laut Feuerwehr Messungen vornehmen, die Stadt dann entscheiden, wann die Kitas wieder geöffnet werden. Ein Baggerfahrer hatte mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, ein Feuerwehrmann erlitt leichte Augenreizungen.
Die genaue Brandursache war zunächst unbekannt. Die Kripo werde Spuren sichern, sobald der Brand vollständig gelöscht sei, kündigte der Polizeisprecher an. «Wir haben keinen Hinweis auf vorsätzliche Brandstiftung, ermitteln aber in alle Richtungen.» Es sei möglich, dass sich auch diesmal ein beschädigter Akku selbst entzündet und damit den Schrottberg in Brand gesetzt habe.