20. Oktober 2026 – dpa
Ein Passant entdeckt nachts einen blutverschmierten Mann und ruft die Polizei. Die Einsatzkräfte finden einen lebensgefährlich Verletzten im Haus, der später stirbt. Jetzt hat der Prozess begonnen.
Ein psychisch kranker Mann, der unter Drogen- und Alkoholeinfluss seinen eigenen Vater getötet haben soll, steht vor dem Landgericht Krefeld. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor.
Der 37-Jährige soll laut Anklage im April mitten in der Nacht die Haustür eines Mehrfamilienhauses eingeschlagen und in die Wohnung des Vaters eingedrungen sein. Dort soll er dem 69-Jährigen mit Gegenständen - etwa mit einer Glasflasche, einem Topf und einem Pflasterstein - mehrfach wuchtig auf den Kopf geschlagen haben.
Ein unbeteiligter Passant hatte damals den blutverschmierten Sohn auf der Straße vor dem Mehrfamilienhaus festgehalten und die Polizei verständigt. Der Vater war damals von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht worden. Dort erlag er dann aber seinen erlittenen lebensgefährlichen Verletzungen.
Der Beschuldigte stand zur Tatzeit nach früheren Angaben unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Der 37-Jährige sei psychisch krank und stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit dar, sagte die Staatsanwältin bei der Anklageverlesung. Ein psychiatrischer Gutachter soll am nächsten Verhandlungstag gehört werden.