08. November 2026 – dpa
André Rankel verzichtet beim Deutschland Cup auf viele erfahrene Nationalspieler. Trotz eines späten Comebacks verpasst das DEB-Team den Turniersieg – was nimmt der neue Bundestrainer mit?
Das Eishockey-Nationalteam hat die Premiere von Bundestrainer André Rankel beim Deutschland Cup mit einem Sieg beendet, die Titelverteidigung aber verpasst. Zum Abschluss des Vier-Nationen-Turniers in Düsseldorf gewann das Gastgeber-Team nach 0:3-Rückstand noch 4:3 (0:1, 0:2, 4:0) gegen die Slowakei.
Die Aufholjagd nach Toren von Nürnbergs Thomas Heigl (42. Minute), Mannheims erst 17 Jahre altem Top-Talent Max Calce (48.), dem früheren NHL-Stürmer Tobias Rieder (53.) von Red Bull München und Wojciech Stachowiak (59.) von Örebro HK aus Schweden reichte immerhin noch zu Platz zwei hinter Lettland.
Die Letten, die Deutschland am Samstag 3:1 besiegt hatten, holten sich den Turniersieg durch ein 6:2 gegen den Turnierletzten Österreich. Gegen die Slowakei lag Deutschland nach Treffern von Patrik Hrehorcak (6.), Pavol Regenda (38.) und Marek Valach (39.) sowie erneut enttäuschender Chancenverwertung bereits 0:3 zurück, ehe es im Schlussabschnitt vor 7.218 Zuschauern eine deutliche Leistungssteigerung gab. Auch das Überzahlspiel mit drei Treffern war nun effektiv.
Rankel hatte bei seinem Debüt als Bundestrainer auf viele erfahrene Nationalspieler verzichtet. Vor dem Turnier erklärte er, dass ihm in Düsseldorf Ergebnisse «egal» seien und das Auftreten im Vordergrund stehe. Mit der Spielweise seines Teams war der 41-Jährige vor dem Spiel gegen die Slowakei grundsätzlich zufrieden.
«Die Basis ist da, darauf können wir aufbauen», sagte Rankel und fügte trotz der Niederlage gegen Lettland hinzu: «Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.» Das erste Turnierspiel am Donnerstag hatte die DEB-Auswahl 3:0 gegen Österreich gewonnen.