28. Oktober 2026 – dpa

Zehn Verletzte

Anschlag in ICE: Prozess gegen 20-Jährigen im November

Zehn Passagiere werden durch Sprengkörper verletzt. Ein junger Mann ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll überdies einen Messerangriff geplant haben.

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Vor dem Landgericht Aachen beginnt am 10. November der Prozess gegen einen Angeklagten wegen versuchten Mordes. , Foto: Marius Fuhrmann/dpa

Gut sieben Monate nach dem Anschlag in einem ICE bei Siegburg mit zehn Verletzten beginnt demnächst der Prozess gegen einen 20-Jährigen wegen versuchten Mordes. Das Landgericht Aachen habe die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf in vollem Umfang zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin. Als erster Verhandlungstag sei der 10. November geplant. Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet.

Der Angeklagte soll am 2. April in einem Zugabteil zwei Sprengkörper geworfen haben. Zehn Fahrgäste wurden durch umherfliegende Plastikkugeln leicht verletzt. Außerdem soll der Deutsche auf der Zugtoilette ein Messer deponiert haben, um damit mehrere Menschen zu erstechen.

Die Softair-Granaten hätten laut Generalstaatsanwaltschaft als Ablenkung dienen sollen, um eine frühzeitige Entdeckung des geplanten Messerangriffs zu verhindern. Einem Bahnmitarbeiter und einem Fahrgast gelang es jedoch, den Angeklagten bis zum Eintreffen der Polizei in der Zugtoilette einzusperren.

Zum Motiv des Angeklagten ist bislang nichts bekannt. Die Ankläger gehen nicht von einer politisch motivierten Tat aus. Laut einem Gutachten sei der junge Mann voll schuldfähig.

Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft. Das Landgericht will nach Angaben der Sprecherin auch den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung prüfen. Für den Prozess seien acht Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.

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