Invasive Arten
Wiesenzecke, Nadelameise und Asiatische Tigermücke: Das müsst ihr wissen
In Niedersachsen und Deutschland tauchen zunehmend Insekten und Zecken auf, die ursprünglich aus anderen Regionen kommen. Schädlingsbekämpfer André Geisenheiser-Ernst erklärt im Gespräch mit unserer Moin-Show, was aktuell besonders auffällt und wie ihr euch am besten schützt.

Wiesenzecke: Groß und auffällig, aber kein Grund zur Panik
Wichtig für euch:
Die Wiesenzecke ist deutlich größer als der bei uns häufige Gemeine Holzbock (fast doppelt so groß) und deshalbleichter zu entdecken .Gefährlicher als andere Zecken ist sie nicht automatisch. Zecken können Krankheiten übertragen. Ob das passiert, hängt allerdings vom Einzelfall ab.Tragt beim beim Durchstreifen von Gras lange Oberteile und Hosen und helle Kleidung. Auf heller Kleidung können die oft nur wenige Millimeter kleinen Zecken zudem leichter erkannt werden
Service-Tipp, wenn ihr im Wald oder Wiese unterwegs wart:
Sucht euren Körper gründlich ab, auch Achseln, Kniekehlen, den Leistenbereich und den Haaransatz. Überprüft auch eure Kleidung auf die Wiesenzecke.

Asiatische Nadelameise: Schmerzhafter Stich möglich
Was das Problem ist:
Die Asiatische Nadelameise kann heimische Ameisenarten verdrängen .Sie hat einen Stachel am Hinterleib. Ein Stich damit kannsehr schmerzhaft sein.Bei empfindlichen Personen sind allergische Reaktionen möglich (vergleichbar mit starken Reaktionen nach Wespenstichen).
So verhaltet ihr euch richtig:
Setzt euch im Park möglichst nicht direkt in Bereiche mit Ameisenstraßen (Wiesenränder, Wegeinfassungen, Totholz). Wenn ihr gestochen wurdet: Stelle kühlen, Stichstelle beobachten. Bei Atemnot, Kreislaufproblemen, starkem Anschwellen : holt euch medizinische Hilfe (Notruf, falls akut)
Mücken nach dem Winter: Situation eher "wie immer"
Das könnt ihr im Garten sofort machen:
Eimer, Gießkannen, Untersetzer, Tontöpfe umdrehen oder trocken lagern, damit Mücken nicht allzu viel Brutmöglichkeiten haben.Wasseransammlungen regelmäßig entfernen (auch kleine Pfützen in Behältern zählen als Brutplatz).
Asiatische Tigermücke: selten, aber im Fokus
