13. September 2021 –

Verzögerte Bauarbeiten

Hindu-Tempel in Bremen soll im kommenden Sommer fertig sein

Seit Kuh Madel den Ort für gut befand, ist auf der Baustelle viel passiert. Doch bis die Bremer Hindu-Gemeinde ihren Tempel hat, werden noch viele Monate vergehen. Denn beim Aufbau sind Fachleute aus Indien erforderlich.

Der neue Tempel einer Hindu-Gemeinde wird auf dem Grundstück der Bremer Heimstiftung gebaut. Der Tempel soll im kommenden Sommer fertig werden. Seit Kuh Madel den Ort für gut befand, ist auf der Baustelle einiges passiert. Doch bis die Bremer Hindu-Gemeinde ihren Tempel hat, werden noch viele Monate vergehen. Denn die Gemeinde ist auf Fachleute aus Indien angewiesen
Der neue Tempel einer Hindu-Gemeinde wird auf dem Grundstück der Bremer Heimstiftung gebaut. Der Tempel soll im kommenden Sommer fertig werden. Seit Kuh Madel den Ort für gut befand, ist auf der Baustelle einiges passiert. Doch bis die Bremer Hindu-Gemeinde ihren Tempel hat, werden noch viele Monate vergehen. Denn die Gemeinde ist auf Fachleute aus Indien angewiesen, Foto: picture alliance/dpa

Der Bau des Hindu-Tempels in Bremen hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verzögert. Eine Fertigstellung in diesem Jahr sei unwahrscheinlich, sagte der Sprecher der Hindu-Gemeinde, Pathmakaran Pathmanathan. Er rechne aber damit, dass die Arbeiten bis zum Sommer 2022 abgeschlossen sind. Anfang des Jahres ging Pathmanathan noch davon aus, dass das Gebetshaus im Oktober steht.

Die Bremer Hindu-Gemeinde hatte im Januar 2018 für überregionales Aufsehen gesorgt, weil sie die Baustelle von einer Kuh begehen ließ. Nachdem Kuh Madel den Ort für gut befand, begannen die Verantwortlichen mit der weiteren Planung und reichten den Bauantrag ein. Zum ersten Spatenstich im August 2020 verteilte ein Hindu-Priester spezielles Kürbiswasser auf dem Baugrund - zum Schutz vor bösen Geistern. Das hinduistische Gebetshaus mit einem zehn Meter hohen Turm entsteht auf einem Grundstück der Bremer Heimstiftung inmitten eines sozial-ökologischen Quartiers.

Für die Innenarchitektur des Tempels sollten Fachleute aus Indien anreisen. Auch verschiedene Gottheiten, die im Tempel einen Platz bekommen, werden in Indien hergestellt. Die Corona-Pandemie hat jedoch manche Pläne verändert. Der Plan ist nun, dass Vertreter der Gemeinde nach Indien reisen, um die inzwischen fertig gestellten Statuen aus speziellen Marmorsteinen auf Echtheit prüfen zu lassen. "Wegen Corona haben wir ein bisschen Angst, nach Indien zu fliegen", sagte Pathmanathan, der 1989 aus Sri Lanka nach Deutschland kam und in Bremen einen Verein für gläubige Hindus gründete. Er wolle mit der Reise warten, bis sich die Lage verbessert habe.

Dennoch schreitet der Bau voran. "Wir haben das Gebäude einigermaßen fertig", berichtete der Gemeindesprecher. Der Turm stehe allerdings noch nicht, Leitungen müssten verlegt und die Inneneinrichtung fertig gestellt werden.

Der Tempel und das angrenzende Nebengebäude, das im November fertig werden soll, umfassen insgesamt rund 420 Quadratmeter. Finanziert wird das Bauvorhaben über einen Kredit sowie Spenden. Noch im Februar rechnete Pathmanathan mit Kosten von rund 600 000 Euro - inzwischen erwartet er eine höhere Summe. Die Preise für Holz und für die indischen Arbeiten seien gestiegen, sagte er.

(dpa)

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