11. Oktober 2026 – dpa
Wieder ein hochdramatisches Finale mit völlig entkräfteten Athletinnen. Aber Laura Philipp hält Stand. Sie holt wieder eine WM-Medaille. Eine, die ihr noch fehlte. Was für ein Rennen.
Laura Philipp hat erneut bei der Ironman-Weltmeisterschaft einen Podestplatz geschafft und den WM-Medaillensatz perfekt gemacht. In einem packenden und einmal mehr dramatischen Rennen mit Bildern völlig entkräfteter Weltklasse-Athletinnen erreichte die 39 Jahre alte Heidelbergerin den hervorragenden zweiten Rang.
Erstmals seit 2019 starteten die Männer und Frauen wieder gemeinsam in Hawaii. Philipp musste sich nur der US-Amerikanerin Taylor Knibb geschlagen geben. Wenige 100 Meter vor dem Ziel überholte sie bei ihrer packenden Aufholjagd über die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen auch noch die entthronte norwegische Titelverteidigerin Solveig Løvseth, die kurz vor dem Ende torkelte und dann fast benommen auf dem Asphalt lag. 2023 und vor einem Jahr war Philipp auf Big Island auf Platz drei gekommen, 2024 hatte sie den WM-Titel in Nizza gewonnen.
Nach einem schwachen Auftakt unter schweren Bedingungen im Pazifik zeigte Philipp ein starke und kontrollierte Leistung auf dem Rad. Mit rund zehn Minuten Rückstand auf die Spitze wechselte sie auf die Laufstrecke und machte dann Position um Position gut.
Als Mitfavoritin und Ex-Weltmeisterin Lucy Charles-Barclay aus England wie 2025 auf der Laufstrecke entkräftet stoppen musste, lag Philipp auf Rang drei. Und das nach einer schweren ersten Saisonhälfte, als sie an gesundheitlichen Problemen gelitten hatte. Mit einem Lächeln nach einem brutalen Kraftakt überquerte sie die Ziellinie.