04. November 2026 – dpa

Tennis

Schwaches Debüt als Nummer 1: Zverev scheitert früh in Paris

Das erste Match als Weltranglistenerster läuft für Alexander Zverev gründlich schief. Nach der Zweitrunden-Niederlage in Paris beklagt sich der Tennisstar über eine Sache.

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Alexander Zverev muss sich im Duell mit Lorenzo Musetti strecken.

Alexander Zverev hat sein erstes Match als offizielle Nummer 1 der Tennis-Welt verloren. Der 29-Jährige musste sich in der zweiten Runde des Masters von Paris dem Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7), 2:6 geschlagen geben. Ausreden suchte der Hamburger für seine verdiente Niederlage nicht - aber er beklagte die öffentlich diskutierten Zweifel an der Rechtmäßigkeit seines Nummer-1-Status.

«Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in den letzten Tagen so oft rechtfertigen musste wie ich, was mich ehrlich gesagt nervt», sagte Zverev laut des Portals «Tennismajors» auf der anschließenden Pressekonferenz. Er habe «das Gefühl, ich bin die einzige Nummer 1 in der Tennisgeschichte, die erklären muss, warum es in Ordnung ist, dass ich die Nummer 1 bin, was ich ziemlich schwierig finde». Für ihn selbst sei klar: «Ich habe es verdient, dort zu sein, wo ich bin.»

Innerhalb der Szene wird diskutiert, wie gerechtfertigt Zverevs Sprung an die Spitzenposition ist. Seine großen Rivalen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz fielen monatelang aus, außerdem weist der Deutsche in diesem Jahr eine negative Bilanz gegen Top-10-Spieler auf. Auf der anderen Seite konnte er in Paris und New York seine ersten beiden Grand-Slam-Turniersiege feiern.

Gegen den Italiener Musetti hat Zverev nun vier der letzten fünf Duelle verloren. Musetti ist erst der fünfte männliche Profi der Tennis-Geschichte, der einen Gegner in dessen erstem Match als Weltranglistenerster bezwingen konnte. Er sei ein bisschen «geschockt», welches Niveau er als Gegenspieler von Zverev an den Tag legen konnte, sagte der Weltranglisten-24. Musetti hinterher: «Es ist unglaublich.»

Zverev hatte am Montag auch offiziell den seit Monaten verletzten Italiener Jannik Sinner als Nummer 1 abgelöst. Die Wachablösung stand aber schon vorher fest, da Sinner aufgrund von Kniebeschwerden seine Saison vorzeitig beenden musste.

In einem ausgeglichenen ersten Satz musste die Entscheidung im Tiebreak her. Zverev führte bereits mit 5:2, doch dann erhöhte sein Gegner das Risiko und wurde dafür belohnt. Musetti wählte als taktische Variante oft den Rückhand-Slice, wodurch Zverev mit seinen Schlägen nicht die gewohnte Power erzeugen konnte.

Im zweiten Satz verlor der Hamburger früh sein Aufschlagspiel zum 1:2. Danach fehlte es ihm ganz offensichtlich an Energie, nochmal zurückzuschlagen. Zverev ließ häufiger die Schultern hängen, ein innerliches Aufbäumen war nicht zu erkennen. Musetti nutzte die Schwächephase des Deutschen gnadenlos aus.

«Um es einfach auszudrücken: Er hat wirklich gut gespielt und ich habe wirklich schlecht gespielt», sagte Zverev. Es sei einer seiner schlechtesten Auftritte der vergangenen Monate gewesen. «Ich war schlecht. Das ist ganz einfach, es gibt keine Ausreden.»

Nach dem frühen Aus hat Vielspieler Zverev nun mehr Zeit, für die ATP Finals vom 15. bis 22. November zu regenerieren. Unmittelbar danach tritt er noch bei der Davis-Cup-Endrunde in Bologna an. Das deutsche Team trifft zunächst am 26. November auf Großbritannien. Im Halbfinale würde zwei Tage später der Sieger des Duells zwischen Spanien und Österreich warten.

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