10. August 2026 – dpa

Leichtathletik

Kugelstoßerin Mabry im EM-Finale - Hummel mit Zittern weiter

Yemisi Mabry gehört bei der EM zu den deutschen Medaillenkandidatinnen. In der Qualifikation macht sie einen starken Eindruck. Bangen muss Hammerwerfer Merlin Hummel.

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Will auch in Birmingham mit Kost ohne Fleisch Muckis zeigen: Hammerwerfer Merlin Hummel. (Archivbild)

Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry ist locker ins Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften eingezogen und hat ihre Medaillenambitionen untermauert. Die seit Frühjahr verheiratete Mabry - früher Ogunleye - stieß bei den Titelkämpfen im britischen Birmingham gleich im ersten Versuch 19,25 Meter und übertraf damit als Beste die Qualifikationsweite von 18,20 Metern souverän.

Schon heute Abend um 20.03 Uhr deutscher Zeit (ARD und Eurosport) geht es für die Überraschungsolympiasiegerin von Paris 2024 um Edelmetall. «Lassen wir uns überraschen», sagte Mabry mit Blick auf das Finale. Die 27-Jährige, die die Zeit mit einem kurzen Schlaf, Lesen und Musik überbrücken will, könnte am Auftakttag für die erste Medaille des deutschen Teams bei der EM sorgen.

Mabry ist nicht die einzige Deutsche im Finale. Auch ihre Teamkolleginnen Nina Chioma Ndubuisi (17,71 Meter) als Neunte und Katharina Maisch (17,64 Meter) als Elfte stehen im Endkampf, sind dort aber Außenseiterinnen.

Deutlich schwerer als Mabry tat sich Hammerwerfer Merlin Hummel, der lange um das Finalticket bangen musste. Der WM-Zweite des vergangenen Jahres wuchtete den Hammer im Trainingsanzug nur auf 75,49 Meter und blieb damit mehr als sechs Meter unter seiner Saisonbestleistung. Der 24-Jährige schaffte als Zehnter aber den Einzug in den Endkampf der besten zwölf Athleten am Dienstagabend.

«Wenn man von Deutschland mit 40 Grad hier herkommt, dann ist es schon frisch», begründete Hummel seine Entscheidung, bei etwa 20 Grad Celsius in Birmingham in Trainingsjacke zu werfen.

«Ich habe mein Bestes gegeben, aber es war sicher eine der schlechtesten Qualifikationen, die ich jemals abgelegt habe», sagte Hummel. Ihm habe der «Fokus» und die «Power» gefehlt, betonte er. Neben dem Vizeweltmeister qualifizierte sich auch der zweite deutsche Teilnehmer Sören Klose als Achter mit 75,80 Metern für das Finale.

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