20. Juli 2026 – dpa
Bisher gelten Europäische Eichhörnchen nicht als gefährdet. Das könnte sich in Zukunft ändern.
Hitze, Trockenheit und einige Unwetter haben die vergangenen Wochen geprägt. Vor allem die warmen Tage ohne Niederschlag haben nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren zugesetzt. Darauf macht der Naturschutzbund (Nabu) in Niedersachsen jetzt aufmerksam. Auch Eichhörnchen seien betroffen, die eigentlich als anpassungsfähig gelten.
Vor allem der Verlust von Lebensräumen wie Grünflächen oder alten Bäumen durch Landwirtschaft und Siedlungsbau setzten den Tieren zu. Das Fehlen dieser Rückzugräume, die unter anderem Schatten spenden, mache sich während Hitze und Trockenperioden besonders bemerkbar. In den vergangenen Tagen habe es vermehrt Berichte über orientierungslose oder hilfsbedürftige Eichhörnchen gegeben.
Noch gelte das Europäische Eichhörnchen zwar nicht als gefährdet. Darauf dürfe man sich aber nicht verlassen. «Auch vermeintlich häufige und anpassungsfähige Arten können innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten», sagte ein Nabu-Sprecher.
Wer den Tieren helfen wolle, könne an schattigen Orten kleine Wasserstellen im Garten aufstellen, regelmäßig reinigen und neu befüllen. Das sei auch für andere Tiere, wie Vögel und Insekten nützlich. Zusätzlich könnten Nüsse und Obst als Futter ausgelegt werde. Hilfreich sei es zudem samenreiche Sträucher und Büsche als Nahrungsquelle zu pflanzen sowie Schattenstellen zu schaffen. Gärten seien ebenso wie Parks inzwischen wichtige Lebensräume für Eichhörnchen.