15. September 2026 – dpa

Fußball-Bundesliga

Werder-Profi Dinkci spricht über Erkrankung seiner Partnerin

Die Partnerin von Werder-Stürmer Eren Dinkci leidet an Leukämie. Wie sehr den beiden die Rückkehr nach Bremen hilft - und was das manchmal auch im Bundesliga-Alltag bedeutet.

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Eren Dinkci von Werder Bremen (links im Gespräch mit seinem Teamkollegen Arthur).

Die Partnerin von Bundesliga-Profi Eren Dinkci ist an Leukämie erkrankt. In einer Medienrunde im Bremer Weserstadion hat der Werder-Stürmer nun offen darüber gesprochen, wie sehr die Rückkehr in die gemeinsame Heimatstadt Bremen den beiden in dieser Situation hilft.

«Klar war es auch ein großer Wunsch von ihr, wieder zurückzukommen und bei ihrer Family und ihren Freunden zu sein», sagte Dinkci. «Aber es war auch ein Wunsch von mir, wieder hier zu sein. Damit wir es ein bisschen leichter und ein bisschen entspannter haben. Dass wir die Tonne, die wir zusammen getragen haben, jetzt ein bisschen verteilen können auf mehrere Personen.»

Konkret heißt dies: «Meine Eltern helfen in jeder Situation. Meine Freunde bieten jede Hilfe an. Das ist nicht selbstverständlich», sagte der 24-Jährige. «Ihr geht es momentan körperlich sehr gut, würde ich sagen, für die Verhältnisse und für die Sachen, die sie jetzt schon erlebt hat.»

Erkrankung und Therapie seiner Partnerin wirken sich auch auf den Trainingsalltag des Stürmers aus. «Klar ist der Fokus ab und zu weg. Ich glaube, das darf mir auch keiner übelnehmen», sagte Dinkci offen. «Aber ich muss sagen: Wenn der Ball anfängt, zu rollen, dann vergesse ich ein bisschen alles und kann mich auf Fußball konzentrieren. Klar gibt es aber auch Momente, wo der Ball mal ruht - auch im Training. Das habe ich auch schon angesprochen und gemeint: "Wenn ihr merkt, dass ich irgendwie mal unfokussiert bin oder irgendwie einen Tagtraum habe, dann bitte nicht übelnehmen, weil: Da fließen dann viele Gedanken durch den Kopf.»

Der frühere deutsche und türkische Juniorennationalspieler wurde in Bremen geboren und bei Werder ausgebildet. 2024 wechselte er für eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro zum SC Freiburg. In diesem Sommer kehrte Dinkci zumindest erst einmal auf Leihbasis zu seinem Heimatclub zurück.

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