27. August 2026 – dpa
Vor der Kommunalwahl in Niedersachsen hat die CDU einen prominenten Gast aus Bayern zu Besuch: Markus Söder. Die Themen sind vielfältig.
Über Gemeinsamkeiten und Ziele haben sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner bei einer Gesprächsrunde im niedersächsischen Stade ausgetauscht. Beide Bundesländer seien erfolgreiche Agrarländer, sagte Söder vor mehreren Hundert Zuschauerinnen und Zuschauern und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: «Ihr habt die meisten Schweine, wir die meisten Rindviecher.» Auch beim Thema Urlaub in Deutschland gebe es nur eine Frage: «Entweder zu euch oder zu uns», sagte er zu Lechner.
Einig waren sich die beiden Politiker bei der Migrationspolitik. Das Vorgehen gegen kriminelle Ausländer müsse härter werden, forderten sie. Straftäter müssten gefunden und schnell abgeschoben werden, sagte Lechner. Es brauche ein Rückführungszentrum direkt am Flughafen Hannover, forderte der CDU-Politiker, der im kommenden Jahr niedersächsischer Ministerpräsident werden möchte. Sollte er gewählt werden, werde er die Migrationspolitik ändern.
Söder kritisierte, dass Deutschland zu viel Geld für Unterstützungsleistungen zahle und nicht genau schaue, wer wirklich Hilfe brauche. Er warb aber auch dafür, auf die Stärken zu schauen. «Wir sind nach wie vor ein tolles Land und wir haben tolle Chancen», sagte er. Diese müssten genutzt werden. Lechner sagte, Bayern sei in vielfacher Hinsicht ein Maßstab. Söder zeige, wie man ein Land gut regieren könne.
An der Gesprächsrunde mit dem Titel «Niedersachsen trifft Bayern» nahmen auch Landrat Kai Seefried (CDU) und der CDU-Bürgermeisterkandidat für Stade, Arne Kramer, teil. Den meisten Applaus gab es für Söder, der sich auf der Bühne gewohnt locker gab.
Bei der Kommunalwahl am 13. September werden die kommunalen Vertretungen gewählt – etwa Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage. In vielen Kommunen wird zudem abgestimmt, wer Bürgermeisterin oder Bürgermeister, Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister, Landrat oder Landrätin wird. Die CDU-Veranstaltung gehörte zum Wahlkampf.