22. Juni 2026 – dpa

Verhandlungsunfähig

Verfahren gegen mutmaßlichen Reifenstecher wird eingestellt

Der psychisch kranke Mann soll in Bremen innerhalb weniger Tage mehr als 200 Reifen zerstochen haben. Nun hat das Landgericht Bremen eine Entscheidung getroffen.

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Der Prozess hatte im Februar begonnen. (Archivbild)

Ein Mann soll in Bremen an 240 Fahrzeugen jeweils mindestens einen Reifen zerstochen haben - eine Strafe wird er dafür aber nicht erhalten. Das Landgericht Bremen beschloss, das Verfahren gegen den psychisch kranken Beschuldigten einzustellen. Laut einem Gutachten sei er dauerhaft verhandlungsunfähig, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Die Staatsanwaltschaft beantragte ein Sicherungsverfahren, um den Mann in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Das Verfahren könne auch in Abwesenheit des Beschuldigten durchgeführt werden, so der Sprecher.

Die Zerstörung von Reifen an mehr als 200 geparkten Autos hatte im September 2025 in Bremen für Aufsehen gesorgt. Der damals 41-Jährige soll in drei Nächten in mehreren Straßen und Stadtteilen Reifen von Fahrzeugen unterschiedlicher Marken und Typen zerstochen haben. Dadurch soll ein Schaden im fünfstelligen Bereich entstanden sein. Die Polizei richtete die Sonderkommission «Reifenstecher» ein. Kurze Zeit später wurde der Mann festgenommen.

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