24. Februar 2026 – Sascha Funke

Bitte nachmachen!

Unterwegs mit Osnabrücks anonymer Geschenke-Verteilerin

Viele Osnabrücker kennen sie: Kleine Säckchen mit freundlichen Botschaften. Aber wer sie platziert, bleibt ein Geheimnis. Antenne Niedersachsen Reporterin Sarah Buletta hat die Glücksbotin ausfindig gemacht und begleitet.

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Reporterin beim Freudestreuen in Osnabrück

Die "Freudestreuerin" von Osnabrück

Osnabrücker, die in letzter Zeit zufällig liebevoll verpackte Geschenksäckchen an Türen oder auf Parkbänken entdeckt haben, kennen vielleicht schon das Werk der „Freudestreuerin“. Hinter der Aktion steckt eine Erzieherin – doch ihren echten Namen möchte sie nicht verraten.. Auf Instagram ist sie anonym als "freudesteruer" unterwegs.

Reporterin Sarah Buletta hat sie als komplett uneitel erlebt: „Sie will überhaupt nicht ins Rampenlicht. Es macht sie einfach glücklich, andere glücklich zu machen.“

Eine Idee wird Wirklichkeit

Die Idee zu den anonymen Glücksboten entstand bereits vor zwei Jahren. „Freudestreuer“ – so ihr Instagram-Name – erzählt im Gespräch: „Ich wollte etwas Gutes tun, aber nicht nur in der Weihnachtszeit. Es sollte die Menschen im Alltag treffen – ganz ohne Anlass.“ Seit 2025 versteckt sie regelmäßig kleine Geschenke – mal in der Innenstadt, mal am Pappelsee im Stadtteil Wüste.

Doch was steckt – neben ganz viel Liebe – eigentlich darin? Die Antenne Niedersachsen Reporterin entdeckt bunte Steine, Notizblöcke oder kleine Pflegeprodukte – alles sorgfältig ausgesucht. „Die Sachen kosten vielleicht fünf Euro pro Päckchen“, erzählt sie. Den Großteil bezahlt die Glücksbotin selbst – nur Familie und Kollegen steuern gelegentlich etwas bei.

Mittlerweile hat sie rund 150 Säckchen versteckt hat, hat unterm strich also doch einiges Geld und definitiv viel Zeit investiert, um unbekannten Menschen eine kleine Freude zu machen. Immer dabei: Handgeschriebene Karten. In dem Säckchen, das Sarah Buletta mit platzieren durfte, stand zum Beispiel: „Manchmal fehlt nur ein kleines Puzzlestück zum Glück. Schön, dass du mich gefunden hast.“

Trotz aller Routine ist die Osnabrückerin bei jeder neuen Aktion aufgeregt: „Ich gucke immer wie ein Adler, dass mich keiner beobachtet“, sagt sie und lacht.

Gerne nachmachen

Das Ziel der Aktion: Menschen sollen kurz aus ihrem Alltag gerissen werden – und einfach lächeln. „Es reicht mir, wenn sie für einen Moment rauskommen und sich freuen“, sagt die Freudestreuerin. Auf Instagram lässt sie ihre inzwischen über 2.400 Follower raten, wo das nächste Säckchen versteckt ist. „Dabei geht es aber um das Projekt – nicht um mich“, betont sie.

Mittlerweile erreichen sie immer mehr Nachrichten, auch aus anderen Städten. Viele fragen, ob sie die Idee nachmachen dürfen. Ihre Antwort: „Gerne überall! Wie schön wäre es, wenn es solche Überraschungen auch in anderen Städten gäbe!“

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