11. Juni 2026 – Frederic Heimann
Die IG Metall ist sauer: Die Pläne aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur Einführung eines Industriestrompreises würden längst nicht ausreichen. Momentan würden zehntausend gut bezahlte Industriejobs jeden Monat für immer verschwinden. Deshalb ruft die Gewerkschaft für Freitag, 12. Juni zu einer Groß-Demonstration in Berlin auf.
Das sei eine brandgefährliche Situation, sagte IG Metall Sprecher Jan Mentrup gegenüber Antenne Niedersachsen. Insbesondere die Grundstoffindustrie, zu der auch die Stahlbranche zählt, leide massiv unter den aktuell hohen Energiepreisen. Diese seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig.
Echter Industriestrompreis gefordert
Deshalb brauche es schnell einen Industriestrompreis für fünf Cent pro Kilowattstunde. Mentrup betont: Die jetzigen Pläne aus dem Wirtschaftsministerium seien zu bürokratisch, es würden zu wenige Betriebe profitieren und es würden zu geringe Strommengen berücksichtigt. Es brauche einen Industriestrompreis, der den energieintensiven Unternehmen wirklich hilft.
Deshalb werden tausende Metaller durch Berlin bis vor das Wirtschaftsministerium ziehen. Aus Niedersachsen werden hunderte erwartet, vor allem aus Salzgitter, Peine und Georgsmarienhütte.