29. Juni 2026 – dpa

Volkswagen

Sorge um VW-Werke - Kooperation mit China angeregt

Welche Zukunft hat die Autofabrik von VW in Zwickau? Jüngste Nachrichten aus Wolfsburg haben viele Mitarbeiter aufgeschreckt. Könnte ein Joint Venture mit chinesischen Herstellern helfen?

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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) spricht mit Mitarbeitern von Volkswagen in Zwickau über die aktuelle Lage.

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat die VW-Führung aufgerufen, in Kooperation mit chinesischen Herstellern für eine bessere Auslastung der VW-Werke in Deutschland zu sorgen. Mit Partnern, mit denen Volkswagen schon in China zusammenarbeite, könnten hierzulande Autos für den europäischen Markt produziert werden, sagte er bei einem Besuch in der Zwickauer Autofabrik von VW. «Wir sind offen für Ideen, aber nicht für einen Ausverkauf.»

Bei den Mitarbeitern nicht nur in Zwickau wächst die Sorge um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Einem Bericht des «Manager Magazins» zufolge will der VW-Konzern seinen Sparkurs verschärfen. Von 100.000 Jobs weltweit ist die Rede, die wegfallen sollen. Zudem soll vier deutschen Werken das Aus drohen: außer Zwickau auch den Standorten in Hannover, Emden und Neckarsulm.

Beschäftigte von Volkswagen in Zwickau äußern sich frustriert. «Man fühlt sich verraten und verkauft», sagt einer vor dem Werkstor. Bei vielen Kolleginnen und Kollegen wachse die Angst um die Zukunft. Betriebsrat Mike Rösler verwies auf die hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Belegschaft. Die arbeite mit Sonderschichten und Schichtverlängerung aktuell 39 statt der eigentlichen 35 Wochenstunden. Würde das Fahrzeugwerk voll ausgelastet, könnte es mit Produktionskosten in Tschechien oder Polen locker mithalten, erklärte Rösler.

Der Betriebsrat mahnte ebenfalls, Modelle, die bisher nur in China gebaut werden, hierher zu holen. Als Beispiel nannte Rösler den SUV ID.9 Era. «So ein Modell können wir gut hier bei uns in Zwickau fertigen für unseren Markt.» In Zwickau werden ausschließlich Elektroautos gebaut. Dort sind aktuell etwa 8.000 Menschen beschäftigt.

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