10. September 2026 – dpa

22 Tonnen Böller beschlagnahmt

Sechs Festnahmen nach Feuerwerkschmuggel in die Niederlande

Fahnder decken den Schmuggel von 20 Tonnen illegalem Feuerwerk aus Deutschland in die Niederlande auf. Nun wurden beiderseits der Grenze sechs Verdächtige festgenommen.

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Bei einem Aktionstag gegen Feuerwerkschmuggel entdeckten Fahnder 22 Tonnen verbotene Feuerwerkskörper. (Symbolbild)

Nach dem Aufdecken eines großangelegten Schmuggels mit schwerem, verbotenem Feuerwerk aus Niedersachsen und Westfalen in die Niederlande haben Fahnder sechs Männer festgenommen. Darunter befänden sich die beiden Hauptverdächtigen, ein 65 Jahre alter Mann aus Gildehaus, einem Ortsteil der Grenzstadt Bad Bentheim, sowie ein 56-Jähriger aus Hengelo, teilte die niederländische Polizei mit. Die beiden sollten dem Haftrichter vorgeführt werden. Vier weitere Männer im Alter von 28 bis 46 Jahren seien in den Niederlanden festgenommen worden.

Die Ermittlungen begannen im März, als bei einem grenzüberschreitenden Aktionstag gegen Feuerwerkschmuggel in einem ehemaligen Munitionsbunker im westfälischen Reken 20 Tonnen illegales Feuerwerk entdeckt wurden, die für den Verkauf in den Niederlanden bestimmt waren. Dort gelten striktere Beschränkungen für den Verkauf von Feuerwerk, so dass es seit langem einen regen Schmuggel von schweren Böllern und Raketen aus Belgien und Deutschland in die Niederlande gibt. In einer Wohnung und vier weiteren Lagern in Gildehaus und Reken stießen Fahnder auf weitere 1,8 Tonnen Böller.

Wie die niederländische Polizei betonte, sei der verbotene Handel mit schwerem Feuerwerk ein Teil der organisierten Kriminalität. Die Böller könnten sehr schwere Verletzungen und Schäden verursachen und würden nicht nur zum Jahreswechsel verwendet. Vielmehr nutzten Kriminelle die Sprengkörper auch für Anschläge im Rahmen von Abrechnungen.

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