21. September 2026 – dpa
Schwierigkeiten bei der Sprachentwicklung - das macht den Schulstart für betroffene Kinder nicht leichter. Und deren Anteil ist hoch.
Jedes dritte Kind, das im vergangenen Jahr in der Region Hannover bei der Schuleingangsuntersuchung war, hat Schwierigkeiten bei der Sprachentwicklung. Damit stehe Hannover schlechter da als Niedersachsen insgesamt - landesweit habe gut ein Viertel der Kinder Sprachschwierigkeiten, berichtete die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» unter Berufung auf das Landesgesundheitsamt. Von den Jungen seien 36,2 Prozent betroffen, bei den Mädchen seien es 29,3 Prozent.
Vor allem Kinder aus Familien mit einem niedrigen Bildungsstand (53,2 Prozent) und mit Migrationshintergrund (50,1) haben demnach Sprachschwierigkeiten. Unter Haushalten mit einer hohen Bildung liegt der Anteil bei 22,3 Prozent. Damit gehe es um ein Problem, das in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, heißt es in dem Bericht. Lehrkräfte beklagten, dass immer mehr Kindern die nötige Schulreife fehle.
«Der Bildungshintergrund der Eltern beeinflusst maßgeblich, mit welchen Chancen ein Kind in die schulische Laufbahn startet», sagte Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) der Zeitung.
Bei den Schuleingangsuntersuchungen habe zudem ein Zehntel der Kinder in der Region Hannover Schwierigkeiten mit der Feinmotorik gezeigt, also beim Malen oder Halten von Stift und Schere. Jungen sind demnach dreimal so oft betroffen wie Mädchen.