14. September 2026 – dpa
In Niedersachsens Kommunen sind die Sozialdemokraten weiter die zweitstärkste Kraft, sie verzeichnen landesweit aber Verluste. Vor allem ein Ergebnis schmerzt die Generalsekretärin.
Die SPD will nach Verlusten bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen vor allem in ihren früheren Arbeiterhochburgen wieder Boden gutmachen. «Das ist etwas, wo wir dringend Land zurückgewinnen wollen», sagte Generalsekretärin Dörte Liebetruth in Hannover.
Landesweit verloren die Sozialdemokraten auf Kreisebene im Vergleich zu den Wahlen 2021 von 30,0 auf 24,6 Prozent. Zwar gewann die SPD auch einige Direktwahlen und erreichte viele Stichwahlen, im industriell geprägten Salzgitter etwa treten aber CDU und AfD in der Stichwahl gegeneinander an, weshalb Liebetruth dort von einer «ganz herben Enttäuschung» sprach. Insgesamt wertete sie das Abschneiden als ein «Ergebnis mit Licht und Schatten».
Die Wahlen in Niedersachsen seien dabei nicht gänzlich frei von bundespolitischen Entwicklungen gewesen. «Auch wir merken hier, dass das Vertrauen in etablierte Parteien angespannt ist», sagte Liebetruth.
Sie nannte zudem einen Generationenwechsel bei den Kandidatinnen und Kandidaten als Problem für mehrere Parteien. Wenn sich erfolgreiche Amtsinhaber entschieden, nicht mehr zu kandidieren, entstehe schnell eine Lücke. Das sei aber nicht nur eine Frage der SPD.