04. September 2020 –

Zusätzliche Ausstattung im Einsatz

Polizisten in Wilhelmshaven mit Bodycams unterwegs

Wilhelmshavener Polizisten werden während des Einsatzes in Zukunft Bodycams tragen. Die Kameras laufen allerdings nicht dauernd, sondern müssen von den Polizisten angeschaltet werden. Sie sollen deeskalierend wirken.

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Foto: picture alliance/dpa

Ab sofort setzt die Polizei in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland flächendeckend Bodycams ein. Die ersten Geräte seien nach einer entsprechenden Schulung bereits in den Dienststellen verteilt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Vom Einsatz der Kameras verspreche man sich eine deeskalierende Wirkung und mehr Schutz der Beamten vor tätlichen Angriffen. Sollte es dennoch zu Überschreitungen kommen, könnten die Kamera- sowie Audioaufzeichnungen als Beweismittel dienen.

Bodycams nicht permanent im Einsatz

Die Beamten mit Bodycam an der Uniform tragen den Angaben zufolge ein Hinweisschild. Die Aufzeichnung laufe nicht permanent, der Polizist schalte das Gerät je nach Anlass ein. Betroffene sollten zuvor darauf hingewiesen werden, dass die jeweilige Situation aufgenommen werde, die Aktivierung werde auch optisch signalisiert. Anfang Dezember 2019 hatte die Polizeidirektion Göttingen ihre Beamten als erste Behörde in Niedersachsen flächendeckend mit Bodycams ausgerüstet. Rechtliche Grundlage ist das neue Polizeigesetz.

«Es ist nicht hinnehmbar, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aktiv angegriffen oder an der Ausübung ihrer Pflicht gehindert werden», betonte Markus Wallenhorst, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Bodycams sollten zur Eigensicherung sowie zur objektiven Einsatzdokumentation und auch zur Beweissicherung eingesetzt werden. Alle Videoaufzeichnungen mittels Bodycam würden für 28 Tage gesichert und automatisch gelöscht - es sei denn, das Material diene als Beweismittel zur Strafverfolgung.

(dpa)

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