29. September 2026 – dpa
Der Japankäfer kann für viele Baum- und Pflanzenarten gefährlich werden. Inzwischen sind weitere Tiere in Niedersachsen gefunden worden. Experten zeigen sich alarmiert.
In Niedersachsen sind weitere Exemplare des für Pflanzen schädlichen Japankäfers entdeckt worden. Inzwischen wurden sieben Schädlinge in Goldenstedt im Landkreis Vechta gefunden, teilte die Landwirtschaftskammer in Oldenburg mit. Zuvor waren am Flughafen Hannover Japankäfer entdeckt worden. Die aus Asien stammende Käferart kann Pflanzenbestände massiv schädigen und befällt mehr als 400 Pflanzenarten und sorgt dort für Fraßschäden.
Die Larven des Käfers entwickeln sich im Boden an den Wurzeln ihrer Wirtspflanzen. Bäume wie Ahorn, Buche oder Eiche sowie Obstbäume und Weinreben, aber auch Haselnuss, Rose, Mais und Soja können laut Landwirtschaftskammer befallen werden. Experten fürchten daher drastische Schäden für die Land- und Forstwirtschaft, für Baumschulen, Gärten und öffentliche Grünanlagen, falls der Japankäfer hierzulande dauerhaft Einzug hielte.
In der Europäischen Union soll die Ausbreitung des Japankäfers daher verhindert werden. Der Befall muss unter amtlicher Überwachung ausgerottet werden, heißt es beim Julius-Kühn-Institut. Die zuständige Landwirtschaftskammer grenzte daher in Goldenstedt eine Befalls- und Pufferzone ab, in der der Schädling bekämpft und seine weitere Ausbreitung verhindert werden soll.
Zu den Maßnahmen gehört unter anderem die Reinigung von Fahrzeugen und Geräten, die in dem Bereich etwa zur Bodenbearbeitung verwendet wurden, bevor sie diesen Bereich verlassen. Auch für den Transport von Erde oder von Pflanzen mit Erde gelten Auflagen. Weitere Maßnahmen sollen für die Flugzeit des Japankäfers in der Zeit vom 1. Juni bis 30. September ergriffen werden.
Japankäfer werden mit acht bis elf Millimetern nur so groß wie eine Kaffeebohne. Zu erkennen ist er an typischen weißen Haarbüscheln am Hinterleib. Wer verdächtige Tiere entdeckt, sollte sich an die Landwirtschaftskammer wenden.