26. Juni 2026 – dpa
Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, sein Opfer wegen dessen sexueller Orientierung getötet zu haben. Das Gericht folgt dem im Wesentlichen.
Wegen des Mordes an einem 44-Jährigen muss ein Mann für 12 Jahre und 2 Monate in Haft. Das urteilte das Landgericht Osnabrück am Donnerstag, wie es jetzt mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 34-Jährigen vorgeworfen, das Opfer wegen dessen sexueller Orientierung aus niederen Beweggründen getötet zu haben.
Laut Anklage soll der 44-Jährige zunächst als Handwerker Arbeiten in der Wohnung des Verurteilten verrichtet haben. Dabei soll der 34-Jährige den Handwerker grundlos ins Gesicht geschlagen haben. Später soll der Handwerker auch in die Wohnung eingezogen sein.
Wegen der sexuellen Orientierung des Opfers sei es zunächst zum Streit gekommen. Einige Tage später soll der 34-Jährige den Handwerker mit einem Messer in die Brust gestochen und ihn so getötet haben.
Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, wie das Gericht mitteilte. Den Ausführungen nach soll der Verurteilte sein Opfer bei einer Rangelei und dem Versuch, ihm das Messer abzunehmen, gestochen haben.