09. September 2026 – dpa

Kandidaten, Wähler & Co.

Niedersachsen stimmt ab - Die Kommunalwahlen in Zahlen

Es geht um mehr als 29.000 Sitze und mehr als 68.000 Kandidaturen: Wissenswertes über die niedersächsischen Kommunalwahlen am Sonntag.

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In einigen Tagen werden wieder die Stimmzettel in Niedersachsens Kommunen ausgezählt. (Archivbild)

Am Sonntag wird in Niedersachsens Landkreisen, Städten und Gemeinden gewählt. Ein statistischer Überblick über die Kommunalwahlen.

Von den rund 8 Millionen Menschen in Niedersachsen sind laut Landeswahlleitung rund 6,3 Millionen wahlberechtigt. Darunter sind etwa 325.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem EU-Ausland sowie rund 243.000 Erstwählerinnen und Erstwähler. Die Teilnahme an der Wahl ist, anders als bei der Landtagswahl in Niedersachsen, bereits ab 16 Jahren möglich. Etwa 136.000 Wahlberechtigte sind noch minderjährig.

Die Menschen entscheiden über die Zusammensetzung von nicht weniger als 2.182 kommunalen Vertretungen. Die höchste Ebene bilden dabei die Kreistage der 36 Landkreise, die Regionsversammlung der Region Hannover und die Räte von 8 kreisfreien Städten. Insgesamt sind 29.501 Sitze zu vergeben, davon 2.350 auf Kreisebene.

Hinzu kommen die Direktwahlen: In 395 Kommunen werden auch die sogenannten Hauptverwaltungsbeamten gewählt – das sind zum Beispiel die Oberbürgermeister und Landrätinnen. Hierfür wurden 1.123 Kandidatinnen und Kandidaten zugelassen.

Mehr als 68.000 Kandidaturen wurden eingereicht – die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber dahinter ist allerdings geringer, weil sich viele in mehreren Wahlen um ein Mandat bewerben. Auf die Gesamtzahl der Bewerbungen gerechnet entfällt nicht einmal jede dritte Kandidatur auf eine Frau (29,9 Prozent). 336 Kandidaturen kommen von Bewerbern aus dem EU-Ausland, etwa jede dritte davon entfällt auf Niederländer.

Fünf Parteien treten in allen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie der Region Hannover mit Wahlvorschlägen an: CDU, SPD, AfD, Grüne und FDP – bei der Linken fehlt ein Landkreis zur Vollständigkeit.

Traditionell fällt die Wahlbeteiligung bei den Kreiswahlen geringer aus als bei Bundestags- oder Landtagswahlen. Aber: Zuletzt stieg die Wahlbeteiligung kontinuierlich – von 51,7 Prozent im Jahr 2006 auf 57,0 Prozent im Jahr 2021.

Die meisten Stimmen auf Kreisebene bekam vor fünf Jahren die CDU mit 31,7 Prozent, gefolgt von der SPD mit 30,0 Prozent. Es folgten Grüne (15,9 Prozent), FDP (6,5 Prozent), AfD (4,6 Prozent) und Linke (2,8 Prozent).

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