27. Oktober 2026 – dpa

Nuklear-Abfälle

Neuer Zwischenstand bei Suche nach Atommüll-Endlager

Ein Endlager statt sechzehn Zwischenlagern für den deutschen Atommüll: Das ist das Ziel eines aufwendigen Auswahlverfahrens. Das macht nun den nächsten Schritt.

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Noch lagert der deutsche Atommüll in Zwischenlagern wie hier in Ahaus (Archivbild).

Die Gesellschaft für Endlagerung (BGE) veröffentlicht an diesem Dienstag (12.00 Uhr) den aktuellen Stand bei der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll. Vor einem Jahr hatte die BGE noch 25 Prozent der deutschen Landesfläche als potenziell für ein Endlager geeignet eingestuft. Nun will sie diese Fläche weiter eingrenzen. Damit soll dann die gesamte deutsche Landesfläche bewertet sein.

Die BGE mit Sitz im niedersächsischen Peine prüft mit Sicherheitsuntersuchungen, welche Gebiete in Deutschland günstige geologische Bedingungen für die unterirdische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

Ende 2027 will die BGE dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Das BASE wiederum bewertet diese Vorschläge für das Bundesumweltministerium. Die finale Entscheidung über diese zu erkundenden Standortregionen trifft am Ende der Gesetzgeber.

Bis spätestens 2050 soll ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft angefallen ist. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten. Derzeit lagert deutscher Atommüll in sechzehn oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 außer Betrieb.

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