07. Oktober 2026 – dpa

Rückfällig geworden?

Mann soll im Hafturlaub Jungen missbraucht haben - Prozess

Im Hafturlaub soll ein verurteilter Sexualstraftäter in Bayern und Sachsen-Anhalt zwei Jungen missbraucht haben. Nun beginnt der Prozess. Die Staatsanwaltschaft denkt an Sicherungsverwahrung.

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Das Verfahren startet am 7. Oktober. (Symbolfoto) , Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Am Landgericht Aschaffenburg beginnt an diesem Mittwoch (09.00 Uhr) der Prozess gegen einen verurteilten Sexualstraftäter, der in seinem Hafturlaub zwei Jungen sexuell missbraucht haben soll. Der 23-Jährige aus Niedersachsen wurde im Juli 2025 in Bayern festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Zu den Übergriffen soll es im vergangenen Jahr in Franken und in Sachsen-Anhalt gekommen sein.

Der Mann saß bereits fast vier Jahre wegen Sexualverbrechen an Kindern in Haft. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt nach eigenen Angaben, neben einer Strafe die Unterbringung des Angeklagten in Sicherungsverwahrung zu beantragen. Sicherungsverwahrung schließt sich an eine Freiheitsstrafe an. Sie ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt und soll die Öffentlichkeit vor gefährlichen Straftätern schützen.

Das Opfer aus dem Raum Aschaffenburg in Bayern soll zur Tatzeit zwölf Jahre alt gewesen sein. Zudem soll sich der Angeklagte an einem damals Elfjährigen in Staßfurt (Salzlandkreis) in Sachsen-Anhalt vergangen haben. Die Taten soll der Mann teils gefilmt und fotografiert haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler suchte der Verdächtige, der zu den Tatzeiten in Bayern lebte und in einer Fachambulanz für Sexualstraftäter betreut wurde, über soziale Medien Kontakt zu Minderjährigen und deren Familien.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch, Herstellen und Besitz von kinderpornographischen Inhalten, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Das Gericht hat insgesamt vier Prozesstage bis zum 21. Oktober angesetzt.

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