20. August 2026 – dpa
Der erste Hinweis klingt dramatisch: Ein Mann soll mit einer geladenen Schusswaffe in einen Zug gestiegen sein. Was passiert dann?
Ein 26-Jähriger ist mit einer Softair-Waffe im Osnabrücker Hauptbahnhof in einen Zug gestiegen und hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zeugen hatten zunächst gemeldet, dass ein Reisender am Mittwoch mit einer geladenen Schusswaffe auf dem Bahnsteig hantiert habe und anschließend in einen Zug gestiegen sei, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Beamten gingen deshalb von einer Bedrohungslage aus und stoppten die Abfahrt des Zuges.
Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen und Schutzausrüstung stellten den Mann kurz darauf in dem mit rund 200 Reisenden besetzten Zug. Bei der Kontrolle stellte sich laut Bundespolizei schnell heraus, dass es sich um eine Softair-Waffe im Aussehen eines Sturmgewehrs handelte. Die Waffe befand sich in einer mit einem Schloss gesicherten Tasche.
Laut Bundespolizei ergaben sich keine Hinweise darauf, dass der 26-Jährige die Waffe herausgenommen oder mit der Waffe oder den vier Magazinen auf dem Bahnsteig oder im Zug hantiert hatte. Der 26-Jährige wollte die Softair-Waffe offenbar lediglich von einem Ort zum anderen transportieren. Nach bisherigen Erkenntnissen bestand demnach zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Reisende.
Da die Prüfzeichen an der Waffe unkenntlich gemacht worden waren, wurde diese sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.