20. September 2026 – dpa
Steine und Gebäudeteile liegen auf dem Boden, Spürhunde suchen das Kita-Gelände ab. Nach dem Einsturz einer Kita in der Innenstadt von Wolfsburg sind viele Fragen offen.
Wo bislang eine Kindertagesstätte stand, liegen nun Trümmer. Der Boden ist voll von Steinen, Platten, Rohren und Gebäudeteilen. Von dem Haus, in dem bis vor kurzem kleine Kinder betreut wurden, stehen nur noch Teile. Zahlreiche Einsatzkräfte sind auf dem Gelände unterwegs - auch mit Spürhunden. Noch ist unklar, warum die Kindertagesstätte am Schachtweg in Wolfsburg einstürzte. Die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt.
Nach Angaben der Polizei gingen am Sonntagmorgen mehrere Notrufe ein, weil Menschen einen lauten Knall hörten. Einsatzkräfte rückten an und fanden ein weitgehend zerstörtes Gebäude vor. Bislang sei weder ein technischer Defekt noch ein Fremdverschulden auszuschließen, sagte eine Polizeisprecherin. Hinweise auf einen Anschlag gibt es demnach nicht.
Bei dem Unglück wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. In der Kita ist sonntags kein Betrieb. Um sicher zu sein, dass keine Menschen unter den Trümmern liegen, suchten Spürhunde das Gelände ab.
Etwa ein Drittel des Kita-Gebäudes sei eingestürzt, sagte die Polizeisprecherin. Der Rest des Gebäudes sei stark einsturzgefährdet. Der Schaden wird demnach auf einen hohen sechsstelligen Bereich geschätzt. Oberbürgermeister Dennis Weilmann (CDU) kam zur Unglücksstelle und sprach mit den Einsatzkräften sowie der Leitung der Kindertagesstätte, wie die Stadt berichtete.
Kinder können auf dem Gelände vorerst nicht mehr betreut werden. Wie viele Familien betroffen sind, war zunächst unklar. Träger der Kita ist nach Angaben der Stadt der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen.