25. Juli 2026 – dpa
Nach sieben Monaten Nato-Einsatz ist die Fregatte «Sachsen» wieder in ihrem Heimathafen Wilhelmshaven. Welche Aufgaben das Schiff im Verband übernahm und warum die Reise auch nach New York führte.
Nach mehr als einem halben Jahr auf See und der Teilnahme an einem Nato-Einsatz ist die deutsche Fregatte «Sachsen» zurück in ihrem Heimathafen Wilhelmshaven. Das Kriegsschiff wurde am Pier des Marinestützpunkts von Familien, Freunden und Kameraden empfangen. Die «Sachsen» war im Nato-Verband in der Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik eingesetzt und legte nach Marine-Angaben rund 66.600 Kilometer zurück.
Die Fregatte beteiligte sich an der sogenannten Standing Nato Maritime Group 1 (kurz SNMG 1), einem der maritimen Einsatzverbände des Militärbündnisses. «Wir waren in den letzten knapp sieben Monaten Teil der SNMG 1 und haben dabei einen signifikanten Beitrag zur maritimen Präsenz der Nato und Abschreckung gegenüber Russland im gesamten Operationsraum geleistet», sagte Kommandant Wolfgang Eckmüller in einer Mitteilung der Marine. Zum Auftrag zählte etwa die Kontrolle und der Schutz von Seewegen sowie der Schutz kritischer Infrastruktur auf See.
Der Marineverband Standing Nato Maritime Group 1 besteht nach Angaben der Bundeswehr in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff von Flotten nahezu aller Mitgliedstaaten der Nato. Von April bis Juli war die «Sachsen» das Flaggschiff des Einsatzverbands und als solches nach Angaben der Marine die Führungsplattform für den britischen Stab, der den Einsatzverband führte.
Während der Zeit auf See beteiligte sich die Besatzung an mehreren Übungen. Anfang Juli nahm das Schiff an der Feier zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten in Norfolk und in New York teil.