29. August 2026 – dpa
Gegen die frühere hannoversche Kommunalpolitikerin stehen Vorwürfe im Raum. Nun ist ihre SPD-Mitgliedschaft beendet.
Die frühere hannoversche Ratsfrau Hülya Iri ist nicht mehr Mitglied der SPD. Ihre Mitgliedschaft sei zum 31. Juli beendet worden, weil sie ihre Beiträge nicht mehr gezahlt habe, teilte der Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Region Hannover, Roland Pahl, auf Anfrage mit.
Die hannoversche SPD sei schon lange der Überzeugung gewesen, dass Iri nicht mehr in die Partei gehöre, erklärte Pahl. Die Beendigung betreffe ausschließlich sie und keine weiteren Personen.
Gegen Iri laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Sie hatte Mitte April gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Sohn erklärt, die SPD-Mitgliedschaften vorläufig ruhen zu lassen, solange das Verfahren andauere. Für Iri gilt die Unschuldsvermutung. Sie gehörte bis März dem Rat der Stadt Hannover an und war stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion.
Iri hatte den inzwischen insolventen Verein «Integrationsarbeit Kronsberg» gegründet und als Geschäftsführerin geleitet. Der Verein erhielt über Jahre mehr als eine Million Euro Fördermittel von Bund, Land und weiteren öffentlichen Stellen. Es besteht der Verdacht, dass Gelder nicht zweckgemäß verwendet wurden. Dazu äußerte sich Iri bislang nicht.
Die Tätigkeit des Vereins stehe in keinem Zusammenhang mit den Parteimitgliedschaften oder dem politischen Engagement der Familie, hieß es im April in der vom SPD-Stadtverband Hannover übermittelten Erklärung der Familie.