25. August 2026 – dpa
In vielen Teilen Europas wüten in diesem Sommer Waldbrände. Nun helfen deutsche Feuerwehrleute in Serbien beim Löschen. Es ist bereits ihr vierter Katastrophen-Einsatz in diesem Jahr.
Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind nach einer dreitägigen Anreise bei einem großen Waldbrand in Serbien angekommen. In dem Waldgebiet in der Region Deliblato östlich von Belgrad brenne es weiterhin sehr stark. Die ersten Einsatzkräfte hätten deshalb unmittelbar nach ihrer Ankunft am Montagabend mit dem Löschen begonnen und die ganze Nacht durchgearbeitet, teilte die Feuerwehr Bonn mit.
«Insgesamt ist das Gelände im Einsatzgebiet sehr herausfordernd und nur mit geländegängigen Löschfahrzeugen befahrbar», sagte ein Sprecher. «Teilweise müssen größere Strecken zu Fuß mit Löschrucksäcken, Handwerkzeugen und langen Schlauchleitungen überwunden werden.»
Der Einsatz der deutschen Feuerwehrleute ist zunächst auf zehn Tage angelegt. Er ist Teil des europäischen Katastrophenschutzverfahrens. Insgesamt 41 Einsatzkräfte, davon 32 aus Bonn und Düsseldorf, gehören zum deutschen Kontingent. 22 Fahrzeuge, darunter Tank- und Logistikfahrzeuge, hatten sich in einem Konvoi auf den Weg nach Serbien gemacht.
Die Entsendung der Kräfte erfolgt auf Ersuchen der serbischen Behörden. Während die deutschen Einsatzkräfte rund um die Uhr versuchen, eine Ausbreitung der Flammen vom Boden aus zu verhindern, seien Kollegen aus anderen Ländern auch aus der Luft aktiv. Von Hubschraubern aus werde Wasser auf die brennenden Bäume abgeworfen.
Der Einsatz ist dem Sprecher der Feuerwehr Bonn zufolge mit einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden: Neben dem Material und der Verpflegung sei die Personalplanung komplex, weil Kräfte der freiwilligen Feuerwehr kurzfristig von den jeweiligen Arbeitgebern freigestellt werden müssten. Vor Ort seien dann die körperlichen Belastungen trotz etwas leichterer Spezialbekleidung extrem. Man werde im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten.
Für die Einheiten aus NRW und Niedersachsen, die einem von mehreren sogenannten Brandbekämpfungsmodulen der EU angehören, ist es bereits der vierte Einsatz in diesem Jahr. Das Kontingent unterstützte schon die Brandbekämpfung in den Niederlanden, in Spanien und zuletzt im Hürtgenwald.