05. September 2026 – dpa

Fußball-Bundesliga

Dank Füllkrug und Dinkçi: Werder düpiert RB Leipzig

Nach dem verpatzten Start zeigt Werder Bremen beim 3:1 gegen RB Leipzig ein komplett anderes Gesicht. Auch, weil die Rückkehrer treffen. Das Demichelis-Team enttäuscht vor dem Champions-League-Start.

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Bremens Niclas Füllkrug sorgte gegen Leipzig per Kopf für das 2:0

Euphorie an der Weser dank starker Rückkehrer: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat RB Leipzig eine überraschend deutliche Pleite hinzugefügt. Beim verdienten 3:1 (1:0)-Erfolg der zuvor leicht kriselnden Norddeutschen waren die Rückkehrer Eren Dinkçi (4. Minute) und Niclas Füllkrug (68.) sowie Marco Grüll (80.) erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune zeigte sich vor 39.713 Zuschauern im Vergleich zum 1:4 in Freiburg deutlich verbessert.

Das Leipziger Team von Coach Martin Demichelis enttäuschte dagegen nach dem klaren 3:0 gegen Mönchengladbach komplett. Auch mit Rückkehrer Christopher Nkunku in der Startformation reichte es für die Sachsen vor dem Champions-League-Start am Donnerstag (21.00 Uhr) im italienischen Como nicht. Ridle Baku konnte in der Nachspielzeit nur noch verkürzen (90.+6).

Nach dem schwachen Saisonstart forderten die Bremer Anhänger bereits vor dem Anpfiff in einem übergroßen Plakat in der Fankurve: «kämpfen, siegen». Mit den Last-Minute-Transfers Arthur (Bayer Leverkusen) und Youri Regeer (Ajax Amsterdam) in der Startformation sollte die bereits wieder herrschende schlechte Stimmung sowie Kritik an der Transferphase an der Weser zurückgedrängt werden.

Die Bremer Hoffnungen erfüllten sich schnell, weil zwei weitere Neuzugänge die in der Situation nicht sattelfeste Gästeabwehr auseinander wirbelten. Nach perfektem Pass von Mittelfeldspieler Chuki verwandelte Dinkçi problemlos zur frühen Führung (4.).

Ausgerechnet Dinkçi, der vom SC Freiburg an die Weser zurückgekehrt war. Weil bei seiner Partnerin im April dieses Jahres Blutkrebs festgestellt worden war, zog es das Paar zurück in die Heimat Bremen. In seinem ersten Spiel von Beginn an zeigte der Offensivspieler nicht nur beim 1:0 seine Qualitäten.

Der Favorit aus Leipzig kam erst im Verlauf der ersten Hälfte besser in die Partie. Antonio Nusa vertändelte in bester Position leichtfertig (19.). Schiedsrichter Benjamin Brand nahm zudem nach Video-Studium einen Foulelfmeter-Pfiff wieder zurück. Bremens Keeper Karl Hein hatte den Ball gespielt, bevor er Nkunku traf (25.).

Die Gastgeber schafften es trotz eines agilen Niclas Füllkrug immer weniger, sich zu befreien. Der Angreifer wirkte spritziger als noch beim Start in Freiburg. Das Demichelis-Team kam immer wieder über die schnellen Flügel vor das Werder-Tor, spielte dann gegen die Werder-Defensive zu kompliziert. Der kurz vor Transferschluss ausgeliehene Mittelfeldspieler Neil El Aynaoui (AS Rom) zeigte bei seinem Debüt einige gute Szenen, forderte den Ball, aber auch dem Marokkaner fehlte noch die Zielstrebigkeit.

Leipzig zeigte sich auch nach dem Wiederbeginn zu zaghaft gegen die kämpfenden Bremer. Ajax-Leihgabe Regeer hatte nur hauchdünn den zweiten Treffer verpasst: Seinen Fernschuss konnte RB-Torhüter Maarten Vandevoordt gerade noch an die Latte lenken (48.). Der 23-Jährige deutete durch gutes Stellungsspiel und kluge Offensivszenen immer wieder an, den Langzeitverletzten Jens Stage vertreten zu können.

Werder blieb am Drücker und wurde belohnt: Füllkrug kam nach einer Ecke frei zum Kopfball und versenkte den Ball wie zu besten Zeiten (68.). Es war Füllkrugs erstes Bundesliga-Tor im Werder-Trikot seit dem 8. April 2023.

Die Gäste besaßen durch einen Lattenknaller von Nusa (72.) die beste Gelegenheit zum Anschluss. Auch die eingewechselte Last-Minute-Leihgabe Marc Guiu (FC Chelsea) blieb ohne Szenen. Werder dagegen wie im Rausch: Grüll erhöhte auf 3:0 (80.) und entschied die Partie. Die Zuschauer quittierten die Bremer Leistung mit «Oh, wie ist das schön«-Sprechchören. Daran änderte auch das 1:3 durch Baku in der Nachspielzeit nichts mehr (90.+6).

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