24. September 2026 – dpa

Hansas neuer Trainer

Breitenreiter startet in Rostock: «Sehe sehr viel Potenzial»

Nach einer Erkrankung fühlt sich André Breitenreiter wieder fit und stellt sich der Aufgabe beim Drittligisten Hansa Rostock. Das Ziel: Aufstieg. Breitenreiter setzt dabei auf Gemeinschaft und Werte.

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Soll Hansa Rostock in die 2. Bundesliga zurückbringen: der neue Cheftrainer André Breitenreiter.

Nach seinem letzten Trainer-Engagement bei Hannover 96 musste Trainer André Breitenreiter aus gesundheitlichen Gründen einige Zeit aussetzen. «Ich war nach meiner letzten Station in Hannover an Borreliose erkrankt. Seit Anfang des Jahres geht es mir wieder gut», berichtete der 52-Jährige bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock.

Breitenreiter hatte bis April 2025 den Zweitligisten Hannover trainiert. Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit und wird vor allem durch Zecken übertragen. Nach seiner Gesundung hatte Breitenreiter mehrere Angebote gehabt. Doch erst Rostock überzeugte den Ex-Stürmer. «Ich habe so gut wie keinen Punkt gefunden, der gegen Hansa Rostock spricht», meinte er.

Der FC Hansa hatte am Montag Breitenreiter als Nachfolger des in der vergangenen Woche freigestellten Daniel Brinkmann bekanntgegeben. Er sei «von Beginn an der Wunschkandidat des FC Hansa» gewesen, hatte es in der Mitteilung geheißen.

Vor seiner offiziellen Vorstellung hatte der frühere Bundesliga-Profi die erste Trainingseinheit mit seiner neuen Mannschaft absolviert. Als weiteren Co-Trainer brachte er Tim Struckmeier an die Ostseeküste mit.

Erfahrungen als Drittliga-Trainer hat er noch nicht. Er habe aber viele Spiele im Fernsehen gesehen. «Es ist eine intensive Liga, das wissen wir», sagte er. Das vom Verein vorgegebene Ziel Aufstieg schreckt ihn nicht. «Wenn man ambitioniert arbeiten möchte, ist man einem gewissen Druck ausgesetzt.» Die Rostocker sind als Tabellensechster in die Länderspielpause gegangen.

Breitenreiter setzt bei seiner Arbeit auf Teamwork. «Das wird keine One-Man-Show», meinte er. «Ich brauche Einigkeit und Geschlossenheit. Nur so kann es gehen.» Fans und Team müssen eine Einheit bis zum letzten Spiel bilden.

Werte wie respektvoller Umgang und Demut seien ihm wichtig. Von seiner neuen Mannschaft ist er überzeugt. «Ich sehe sehr viel Potenzial, erfolgreich arbeiten zu können.»

Seinen spielerischen Ansatz beschrieb er so: «Es ist nicht die Frage, wie viel Prozent Ballbesitz man im Spiel hat, sondern wie hoch die Qualität des Ballbesitzes ist. Für mich ist es wichtig, schnell nach vorn zu spielen. Aus dem Mittelfeld möchte ich immer wieder Optionen haben, nach vorn zu denken.»

Wie man eine Mannschaft zum Aufstieg führt, weiß Breitenreiter. Seine größten Trainererfolge waren die Bundesliga-Aufstiege 2014 mit dem SC Paderborn und 2017 mit Hannover 96 sowie der Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit dem FC Zürich. Außerdem trainierte er den FC Schalke 04, die TSG 1899 Hoffenheim und den damaligen englischen Zweitligisten Huddersfield Town.

Als Spieler war der frühere Stürmer für Hannover 96, den Hamburger SV, den VfL Wolfsburg und die SpVgg Unterhaching aktiv. 1992 gewann er mit Hannover 96 als Zweitligist den DFB-Pokal.

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