28. Oktober 2026 – dpa
Marcel Sabitzer schießt den BVB in der Nachspielzeit einer furiosen Partie gegen Werder direkt per Freistoß ins Pokal-Achtelfinale - und das gegen den Ratschlag von Schlotterbeck.
Borussia Dortmunds Siegtorschütze Marcel Sabitzer und Abwehrchef Nico Schlotterbeck hatten nach dem Last-Minute-Sieg im DFB-Pokal gegen Werder Bremen noch einiges zu diskutieren. «Er hat einen unglaublichen Fuß, er hat einen unglaublichen Schuss. Ich habe trotzdem eigentlich gefordert, dass er die Flanke bringt», berichtete Schlotterbeck nach dem 3:2 (2:0) grinsend über Diskussionen mit Sabitzer vor der Ausführung des entscheidenden Freistoßes.
Der Österreicher entschied sich trotz des Ratschlags von Schlotterbeck in der dritten Minute der Nachspielzeit anders und verwandelte den Freistoß aus halblinker Position direkt zum Dortmunder Einzug ins Achtelfinale. «Also mein erster Gedanke war zu schießen. Schlotti kam und sagte: "Bring den lieber"», berichtete Sabitzer nach dem Spiel. «Dann hat der Trainer von außen auch noch mal Input gegeben: "Schieß!".»
Die Meinung von Cheftrainer Niko Kovac gab am Ende den Ausschlag beim Siegtorschützen, der den Ball mit dem rechten Fuß in die kurze Ecke zirkelte und Werder-Torwart Karl Hein damit überraschte. «Ich bin sehr glücklich, dass er drin war», sagte Sabitzer.
Der Treffer des 32-Jährigen setzte den Schlusspunkt unter eine furiose Partie im ausverkauften Dortmunder Signal-Iduna-Park. Dank einer 2:0-Führung sah der BVB lange wie der komfortable Sieger aus. Der eingewechselte Bremer Goalgetter Niclas Füllkrug sorgte aber zum wiederholten Male für Furore und brachte die Bremer mit einem Doppelpack (65. Minute/ 69.) binnen kurzer Zeit zurück in die Partie.
Das Spiel schien in Richtung der Gäste zu kippen, ehe Sabitzer mit seinem Freistoß eine Verlängerung der wilden Zweitrunden-Partie in Dortmund verhinderte. Dem konnte auch Schlotterbeck nichts mehr entgegensetzen: «Dann hat Sabi den Geniestreich gemacht. Wer trifft, hat recht.»